Die Gewalt eskaliert massiv. Terroristen ziehen durch den Norden Mosambiks und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Sie zerstören Kirchen, brennen Wohnhäuser ab und greifen christliche Gemeinden mit unfassbarer Härte an. Während westliche Medien oft schweigen, spielt sich vor Ort eine menschliche Tragödie ab. Die Menschen leben in ständiger Angst um ihr Leben.
Brutale Milizen außer Kontrolle
Wie das Portal exxpress berichtet, gehen die jüngsten Anschläge in den Bezirken Ancuabe und Chiure auf das Konto einer Terrorgruppe, die sich als Provinz Mosambik des Islamischen Staates bezeichnet. Bei diesen brutalen Überfällen verloren über 60 Menschen ihr Leben, und mindestens 4.200 Personen mussten fluchtartig ihre Heimat verlassen. Die Zahl der Binnenvertriebenen im ganzen Land ist nach UN-Angaben auf weit über 900.000 Menschen angestiegen.
Auch die Projektpartner von Kirche in Not schlagen Alarm. Sie bestätigen, dass die islamistischen Milizen mit unglaublicher Brutalität vorgehen. Die Täter machen dabei nicht einmal vor Frauen und Kindern Halt. Die Angriffe richten sich mittlerweile gezielt gegen kleinere, weitgehend schutzlose Siedlungen und Dörfer.
Grausame Hinrichtungen und brennende Dörfer
Die Situation vor Ort wird von Tag zu Tag dramatischer. Wie Livenet meldet, enthaupteten Extremisten des Islamischen Staates allein Ende September mehr als 30 Christen in der Region. Die Terroristen brüsten sich mit ihren Taten, veröffentlichen Bilder der Zerstörung und zeigen stolz niedergebrannte Häuser in Dörfern wie Nacocha und Minhanha. Der US-Sender CBN kritisiert das Schweigen des Westens zu diesen Gräueltaten scharf. Die Notlage der mosambikanischen Christen werde in der Welt weitgehend ignoriert, obwohl die Gewalt schier unvorstellbare Ausmaße annimmt.
Tausende auf der Flucht vor dem Terror
Auch das christliche Hilfswerk Open Doors liefert erschütternde Details aus dem Krisengebiet. Wie Open Doors berichtet, gab es kürzlich einen massiven Angriff auf das überwiegend christliche Dorf Napala. Dort ermordete die islamistische Miliz al-Shabaab 20 Menschen und vertrieb 2.000 weitere Einwohner. Die Angreifer legten 1.300 Gebäude in Schutt und Asche und brannten zwei Kirchen komplett nieder.
Das Leben für Christen in der Region wird immer gefährlicher. Laut Open Doors steht Mosambik auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex auf Platz 39 der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Die ständige Bedrohung zwingt immer mehr Familien, ihr gesamtes Leben zurückzulassen und in eine völlig ungewisse Zukunft zu fliehen.
Quelle: exxpress.at, Kirche in Not, Livenet, CBN, Open Doors
Credits: APA
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