Am Montagnachmittag erlebten mehrere Bezirke Wiens einen plötzlichen Stromausfall, der zahlreiche Haushalte und Geschäfte lahmlegte. Besonders betroffen waren die Bezirke Margareten, Wieden und Favoriten. Laut den Wiener Netzen dauerte es rund 90 Minuten, bis die Versorgung wiederhergestellt war.
Was war passiert?
Gegen 14:26 Uhr gingen in den betroffenen Gebieten plötzlich die Lichter aus. Fernseher, Kühlschränke und andere elektrische Geräte funktionierten nicht mehr. Die genaue Ursache des Ausfalls ist noch unklar. Wie die Wiener Netze berichten, wird derzeit intensiv an der Klärung gearbeitet. Äußere Einflüsse wie Blitzschläge oder Bauarbeiten könnten eine Rolle gespielt haben, jedoch gibt es dazu noch keine Bestätigung.
Wiener Netze: „Schnelle Reaktion ist unser Ziel“
Die Wiener Netze betonen, dass sie auf solche Vorfälle gut vorbereitet sind. „Im Durchschnitt sind Störungen innerhalb von 90 Minuten behoben“, erklärte Mario Leitner, Leiter der Netztechnik. Auch bei größeren Ausfällen, wie einem möglichen Blackout, sei Wien gut gerüstet. Das Kraftwerk in Simmering könnte im Ernstfall die Stromversorgung schrittweise wiederherstellen.
Blackout unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen
Ein großflächiger und langanhaltender Stromausfall, wie er in anderen Städten vorkam, sei in Wien laut den Wiener Netzen unwahrscheinlich. Dennoch wird regelmäßig geübt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. „Die N-1-Regel sorgt dafür, dass jedes Betriebsmittel im Netz durch ein Ersatzsystem ersetzt werden kann“, so Leitner weiter.
Auswirkungen auf den Alltag
Während des Stromausfalls kam es auch zu Beeinträchtigungen im öffentlichen Verkehr. Straßenbahnen in Margareten standen still, und die U-Bahn-Linie U1 in Favoriten war zeitweise außer Betrieb. Fahrgäste berichteten von einer „gespenstischen Stimmung“ in den dunklen Stationen.
Quellen: oe24.at, exxpress.at, blog.wienernetze.at
Credits: APA
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