Schockierende Szenen in Nigeria: Frauenjagd bei Fruchtbarkeitsfestival sorgt für weltweite Empörung

Schockierende Szenen in Nigeria: Frauenjagd bei Fruchtbarkeitsfestival sorgt für weltweite Empörung

In Nigeria hat ein traditionelles Fruchtbarkeitsfestival im Bundesstaat Delta für Entsetzen gesorgt. Während des Alue-Do-Festivals in der Stadt Ozoro wurden Frauen von Gruppen junger Männer durch die Straßen gejagt, entkleidet und sexuell belästigt. Videos dieser erschütternden Szenen verbreiteten sich rasend schnell in den sozialen Medien und lösten weltweite Empörung aus.

Gewalt statt Tradition

Das Alue-Do-Festival, ein Ritual der Oramudu-Gemeinschaft, soll eigentlich verheirateten Frauen helfen, Fruchtbarkeit zu erlangen. Doch dieses Jahr wurde das Fest von „kriminellen Elementen“ gekapert, wie lokale Behörden berichten. Die Täter, darunter auch Jugendliche, nutzten die Feierlichkeiten, um Frauen öffentlich zu erniedrigen. Laut der Polizei wurden mehrere Verdächtige, darunter ein Gemeindevorsteher, festgenommen.

Opfer berichten von Horror-Erlebnissen

Eine Studentin schilderte gegenüber der Presse ihre traumatischen Erlebnisse: „Sie rissen mir die Kleidung vom Leib, zogen an meinen Haaren und begrapschten mich. Ich schrie um Hilfe, aber niemand griff ein.“ Viele der Opfer, darunter Studentinnen einer nahegelegenen Universität, mussten nach den Angriffen medizinisch behandelt werden.

Polizei und Regierung unter Druck

Die Polizei von Delta State hat bisher 15 Verdächtige identifiziert und an die Kriminalabteilung übergeben. Während die Ermittlungen andauern, betonen lokale Führer, dass die Gewaltakte nichts mit der eigentlichen Tradition des Festivals zu tun hätten. Nigerias First Lady Oluremi Tinubu verurteilte die Vorfälle scharf und forderte eine konsequente Strafverfolgung.

Gesellschaftliche Probleme im Fokus

Frauenrechtsorganisationen sehen in den Vorfällen ein Symptom tieferliegender gesellschaftlicher Probleme. „Wenn solche Taten in aller Öffentlichkeit geschehen und von Umstehenden toleriert oder sogar bejubelt werden, zeigt das, wie normalisiert Gewalt gegen Frauen in Teilen der Gesellschaft ist“, erklärte Rita Aiki, eine Aktivistin für Frauenrechte.

Ein Festival, das Fragen aufwirft

Während die Polizei betont, dass keine formellen Anzeigen wegen Vergewaltigung vorliegen, bleibt die öffentliche Empörung groß. Die dokumentierten Übergriffe – von erzwungenem Entkleiden bis hin zu körperlichen Angriffen – stellen laut Experten schwere Verstöße gegen die Menschenrechte dar.

Quellen: exxpress.at, france24.com, ndtv.com, bbc.com

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