Den Ermittlern ist ein bedeutender Schlag gegen den internationalen Terrorismus gelungen. Am Flughafen von Larnaka auf Zypern klickten bei einem mutmaßlichen Mitglied der radikalislamischen Hamas die Handschellen. Der Mann, identifiziert als der im Libanon geborene Kamel M., steht im dringenden Verdacht, in die Planung von Anschlägen auf jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa verwickelt zu sein.
Festnahme aufgrund deutschen Haftbefehls
Wie das Nachrichtenportal oe24.at berichtet, wurde Kamel M. bei seiner Einreise aus dem Libanon von zypriotischen Grenzbeamten gestoppt und festgenommen. Grundlage für die Aktion war ein Europäischer Haftbefehl, der von der deutschen Bundesanwaltschaft ausgestellt worden war. Die Festnahme erfolgte bereits am Freitagabend, wurde aber erst jetzt öffentlich bekannt gemacht.
Munition für Komplizen geliefert
Die Vorwürfe gegen den Verdächtigen wiegen schwer. Laut einer Pressemitteilung der Generalbundesanwaltschaft, die unter anderem vom Presseportal verbreitet wurde, soll Kamel M. ein festes Mitglied der Terrororganisation Hamas sein. Ihm wird konkret zur Last gelegt, bereits im August 2025 die Lieferung von 300 Schuss scharfer Munition an Komplizen in Deutschland organisiert zu haben.
Wie der Stern berichtet, gehen die Ermittler davon aus, dass diese Waffen und Munition für Mordanschläge auf israelische oder jüdische Ziele bestimmt waren. Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen bereits seit Herbst 2025 verstärkt gegen mutmaßliche Hamas-Strukturen im Land vor, was zu mehreren Festnahmen führte.
Razzia in Berlin und Auslieferung geplant
Unmittelbar nach der Festnahme auf Zypern gab es auch in Deutschland weitere polizeiliche Maßnahmen. Am Sonntag durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts die Wohnung des Beschuldigten in Berlin, um mögliche Beweismittel zu sichern.
Newsflash24 meldet, dass Kamel M. nun nach Deutschland überstellt werden soll. Dort wird er einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheiden wird. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Die Ermittlungen in diesem komplexen Fall dauern an.
Quellen: oe24.at, Presseportal, Stern, Newsflash24
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