Die syrische Regierung aus Ex-Terroristen, die erst kürzlich von Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) mit 19 Millionen Euro beschenkt worden ist, kann offensichtlich nicht für die Sicherheit der christlichen Minderheit sorgen: Bei einem Terrorangriff auf eine Kirche in Damaskus starben 22 Christen.
Ein Selbstmordattentäter hat während eines Sonntagsgottesdienstes in einem christlichen Viertel von Damaskus ein Blutbad angerichtet. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) bekannte sich zu der Tat. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichtet, ereignete sich der Anschlag in der Mar-Elias-Kirche im Stadtteil Al-Duwaila, einem traditionellen Zentrum der christlichen Gemeinde. Nach Angaben des Innenministeriums stürmte der Täter mit Schüssen das Gotteshaus, bevor er sich inmitten der Gläubigen in die Luft sprengte. 59 Menschen wurden dabei verletzt.
Christen erneut Ziel islamistischer Gewalt
Augenzeugen schildern dramatische Szenen: laute Explosionen, Schreie, panische Menschen mit blutverschmierten Gesichtern. Die Tat ereignete sich während der gut besuchten Messe am Sonntagmorgen – ein gezielter Angriff auf eine Minderheit, die in Syrien seit Jahren unter zunehmender Bedrohung steht.
Das syrische Außenministerium verurteilte den Anschlag. Es sprach von einem „verzweifelten Versuch, das Zusammenleben in Syrien zu zerstören und das Land weiter zu destabilisieren“. Auch religiöse Würdenträger meldeten sich zu Wort. Der orthodoxe Patriarch von Damaskus äußerte schwere Vorwürfe gegen die aktuelle Übergangsregierung: Diese tue zu wenig, um Minderheiten wie die Christen zu schützen. In einem auf Facebook veröffentlichten Statement hieß es, die Regierung müsse die „volle Verantwortung für den Schutz der Bürger übernehmen“.
IS bleibt trotz Regierungswechsel aktiv
Obwohl das islamistische Regime von Baschar al-Assad im vergangenen Dezember durch Kämpfer der radikalislamischen HTS-Miliz (ehemals ein Zweig von Al-Kaida) gestürzt wurde, bleibt die Bedrohung durch Extremisten bestehen. Die neue, von Ahmed al-Scharaa angeführte Übergangsregierung bemüht sich um ein gemäßigteres Image.
Der „Islamische Staat“, der sich bereits in den letzten Monaten wiederholt zu Attentaten in Syrien bekannt hatte, bleibt eine gefährliche Kraft im Land. Erst Ende Mai hatte die Terrorgruppe in der Provinz Sweida einen Angriff auf ein Fahrzeug der neuen Regierungsarmee verübt. Die Angriffe zeigen, dass der IS weiterhin in der Lage ist, sowohl zivile als auch militärische Ziele zu treffen.
Vor dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2015 stellten Christen rund acht bis zehn Prozent der Bevölkerung. Heute wird ihre Zahl auf 300.000 bis 700.000 geschätzt. Viele sind geflohen oder wurden Opfer der systematischen Gewalt extremistischer Gruppen. Besonders in Al-Duwaila kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Anschlägen. Kirchen, Schulen und Gemeindeeinrichtungen wurden wiederholt angegriffen.
Credit: APA
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