Sie telefonierten zwei Stunden lang! Vom Ausgang des Gesprächs zwischen US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin hängt des Leben tausender Soldaten in der Ukraine ab – und auch, ob Europas Wirtschaft wieder wächst. Laut den aktuellsten Meldungen sieht es nicht schlecht aus.
exxtra24 hat die ersten Infos über diesen Telefon-Thriller: Putin bezeichnete das Telefonat mit Trump laut russischen Staatsmedien als „offen und substanziell“. Das Gespräch fand statt, nachdem das Weiße Haus zuvor erklärt hatte, der US-Präsident sei „müde und zunehmend frustriert“ von beiden Kriegsparteien und wünsche sich ein baldiges Ende des Konflikts. Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj habe Trump am selben Tag telefoniert, teilte das Präsidialamt in Kiew mit.
Wladimir Putin meinte über das Telefonat mit Trump, es war „inhaltlich sehr nützlich“. Er dankte Trump zudem für seine Unterstützung bei der Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Moskau und Kiew. Weitere Aussagen des russischen Diktators:
Russland ist bereit, an einem Memorandum für ein künftiges Friedensabkommen mit der Ukraine zu arbeiten.
Russland und die Ukraine müssen für beide Seiten akzeptable Kompromisse finden.
Ein Waffenstillstand mit der Ukraine ist möglich, wenn entsprechende Vereinbarungen getroffen werden – eine sofortige Waffenruhe wurde nicht vereinbart.
Die zentrale Frage in den laufenden Verhandlungen bleibt: Wird Russland in den nächsten Tagen doch einem Waffenstillstand in der Ukraine zustimmen? Oder gelingt es Präsident Wladimir Putin erneut, Donald Trump mit alternativen Vorschlägen von der eigentlichen Agenda abzulenken? Jedenfalls seien nun Waffenstillstands-Gespräche zwischen Russland und der Ukraine beschlossen – mit sofortigem Beginn, direkt im Vatikan, wie Donald Trump das vorgeschlagen hat.
Bereits bei einem früheren Treffen wich der Kreml-Chef einer konkreten Zusage zur Waffenruhe aus – stattdessen schlug er überraschend eine Reihe symbolischer Sportveranstaltungen vor, darunter Eishockeyspiele zwischen den USA und Russland. Trump soll die Idee sympathisch gefunden haben. Sanktionen gegen Moskau verhängte er trotz der gescheiterten Friedensgespräche damals nicht.
Trump unter wachsendem Druck
Inzwischen ist der Druck auf Trump deutlich gestiegen, innenpolitisch wie international. Besonders, da er selbst die Erwartungen hochgeschraubt hat: Der Präsident will nach eigenen Aussagen in Kürze erreichen, was seine Diplomaten in monatelangen Gesprächen nicht geschafft haben – Putin zur Zustimmung zu einem Waffenstillstand bewegen.
Ob dies tatsächlich gelingt oder ob sich das Treffen erneut in symbolischen Gesten verliert, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die Welt blickt mit Spannung auf weitere diplomatische Aktivitäten – und auf Trumps Fähigkeit, in dieser heiklen Phase Ergebnisse zu liefern.
Update um 19.10 Uhr
Credit: APA
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