Paukenschlag im Fall Teichtmeister! Der ehemalige Burgschauspieler Florian Teichtmeister wurde nach einem feuchtfröhlichen Besuch des Münchner Oktoberfests verhaftet. Der Grund: Er soll gegen strenge gerichtliche Auflagen verstoßen haben, nachdem bei einer Polizeikontrolle Kokain bei ihm gefunden wurde. Nun sitzt der verurteilte Schauspieler in Haft.
Absturz auf der Wiesn mit fatalen Folgen
Der Vorfall, der nun für gewaltiges Aufsehen sorgt, ereignete sich nach einem Ausflug auf das weltberühmte Oktoberfest in München. Wie mehrere Medien, darunter die „Kronen Zeitung“ und „Heute“, berichteten, geriet Teichtmeister in eine Polizeikontrolle. Dabei soll er sich in einem beeinträchtigten Zustand befunden haben. Doch es kam noch schlimmer: Die Beamten fanden Kokain.
Für Teichtmeister hat dieser Fund dramatische Konsequenzen. Im September 2023 war er wegen des Besitzes von zehntausenden Darstellungen von Kindesmissbrauch zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil war an strenge Bedingungen geknüpft, darunter eine fünfjährige Probezeit und, wie die Austria Presse Agentur (APA) berichtet, das strikte Verbot des Konsums von Suchtmitteln. Mit dem Kokainfund scheint er genau gegen diese Auflage verstoßen zu haben. Die Gerichtssprecherin des Wiener Landesgerichts, Christina Salzborn, bestätigte gegenüber der APA, dass die Münchner Kollegen einen Weisungsbruch gemeldet hatten, woraufhin ein Wiener Richter umgehend eine Festnahmeanordnung erließ.
Anwalt spricht von „einmaligem Ausrutscher“
Teichtmeisters Rechtsvertreter Rudolf Mayer bestätigte die Festnahme und versucht, die Wogen zu glätten. Gegenüber der APA sprach er von einer „geringen Menge Kokain“, die für den Eigenbedarf bestimmt gewesen sei. Mayer bezeichnete den Vorfall als „einmaligen Ausrutscher“ und betonte, sein Mandant sei nicht in eine neue Abhängigkeit gerutscht. Er hoffe, dass die Justiz diesen Verstoß nicht „mit der vollen Härte des Gesetzes ahndet“. Zudem habe sich Teichtmeister selbst der Polizei gestellt, als er von der Festnahmeanordnung erfuhr.
Aktuell befindet sich der Ex-Schauspieler in der Justizanstalt Innsbruck. Laut Gerichtssprecherin Salzborn handelt es sich um eine Maßnahme der sogenannten Krisenintervention, nicht um Untersuchungshaft. Ein psychiatrischer Sachverständiger soll nun klären, wie schwerwiegend der Rückfall war.
Droht jetzt der Widerruf der bedingten Haft?
Der Vorfall könnte für Teichtmeister den Widerruf seiner bedingten Strafe und eine Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum bedeuten. Laut der Festnahmeanordnung, aus der „Der Standard“ zitiert, bestehe die Befürchtung, Teichtmeister könnte wieder dem Suchtgift verfallen sein. Der zuständige Richter betonte, dass die ursprünglichen Straftaten des Schauspielers „direkte Folge seines Kokainkonsums“ gewesen seien. Es steht die Befürchtung im Raum, dass aufgrund des erneuten Konsums weitere Straftaten unmittelbar bevorstehen könnten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Teichtmeisters „Ausrutscher“ auf der Wiesn seinen Weg zurück in die Freiheit endgültig verbaut hat.
Credits: APA
Neueste Kommentare