Das Wiener Porn Film Festival sorgt erneut für Schlagzeilen. Vom 16. bis 20. April 2026 wird das Festival an mehreren Standorten in Wien, darunter das Schikaneder Kino und die Akademie der bildenden Künste, stattfinden. Doch nicht die künstlerische Vielfalt, sondern die staatliche Förderung des Events steht im Fokus der Debatte.
8.000 Euro aus dem Kulturressort
Wie die Tageszeitung Heute berichtet, fließen auch in diesem Jahr 8.000 Euro aus dem Kulturressort von SPÖ-Kulturminister Andreas Babler an den Verein „Freund_lnnen* des pornographischen Films“, der das Festival organisiert. Die Förderung wurde bereits am 3. November 2025 genehmigt und basiert laut Ministerium auf dem Kunstförderungsgesetz. Diese Praxis ist nicht neu: Auch Bablers Vorgänger unterstützten das Festival finanziell.
Kritik von der FPÖ
Die FPÖ, vertreten durch Nationalratsabgeordneten Sebastian Schwaighofer, kritisiert die Förderung scharf. Gegenüber Heute erklärte er: „Das ist keine Kulturförderung, das ist eine Verhöhnung jedes anständigen Bürgers.“ Besonders stören ihn Programmpunkte wie „Anal Joy Workshops“ und „BDSM-Kurse“, die in der Vergangenheit Teil des Festivals waren. Schwaighofer sieht darin eine Verschwendung von Steuergeldern und fordert ein Umdenken in der Kulturförderung.
25.000 Euro von der Stadt Wien
Neben der Unterstützung durch das Kulturministerium erhält das Festival auch 25.000 Euro von der Stadt Wien. Dies geht aus einer Liste der Förderempfehlungen des Filmfestivalbeirats hervor, die auf der Website der Stadt Wien veröffentlicht wurde. Insgesamt investiert die Stadt 690.000 Euro in Filmfestivals und Sommerkinos, darunter auch in das umstrittene Porn Film Festival.
Veranstalter verteidigen das Festival
Die Organisatoren des Festivals betonen, dass es ihr Ziel sei, die Vielfalt der Pornografie zu feiern und gesellschaftliche Diskussionen anzuregen. „Wir wollen ein Genre, das üblicherweise auf den privaten Raum beschränkt ist, wieder in den öffentlichen Kinoraum zurückbringen“, heißt es in einer Stellungnahme.
Ein Festival zwischen Kunst und Kontroverse
Das Porn Film Festival Vienna polarisiert: Während die einen es als wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt sehen, empfinden andere die staatliche Förderung als moralisch fragwürdig. Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen von Kulturförderung in Österreich sind.
Quellen: exxpress.at, heute.at, wien.gv.at
Credits: APA
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