Die Stadt Wien hat ihre neuesten Statistiken veröffentlicht, und die Ergebnisse sind beeindruckend: Syrische Staatsbürger haben die Deutschen als zweitgrößte ausländische Bevölkerungsgruppe in der Bundeshauptstadt überholt. Mittlerweile leben 58.843 Syrer in Wien – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
Ein Blick auf die Zahlen: Syrer an der Spitze
Die Wanderungsstatistik zeigt es klar: Zwischen 2015 und 2024 zogen fast 60.000 Syrer nach Wien. Damit verdrängen sie die deutschen Staatsbürger, die ebenfalls 3,1 Prozent der Bevölkerung ausmachen, von Platz zwei. Serbische Staatsangehörige bleiben mit 3,7 Prozent weiterhin die größte ausländische Gruppe in der Stadt.
Die Zahlen sprechen für sich: Während die syrische Community wächst, bleibt der Anteil anderer Nationalitäten wie Türken (2,3 Prozent) und Polen (2,2 Prozent) stabil. Besonders auffällig ist auch der Zuwachs an ukrainischen Staatsbürgern, deren Zahl von 33.062 im Jahr 2023 auf 35.697 im Jahr 2024 gestiegen ist.
Geburtenboom in Wien
Doch nicht nur die Migration sorgt für Bewegung in der Bevölkerungsstatistik. Die Geburtenbilanz der Stadt hat sich deutlich verbessert. Laut den aktuellen Zahlen gab es 2024 ganze 2.153 Geburten mehr als Sterbefälle – ein massiver Anstieg im Vergleich zu den 823 Geburtenüberschüssen des Vorjahres. Gleichzeitig ist die Lebenserwartung gestiegen: Männer erreichen nun durchschnittlich 78 Jahre, Frauen 82,7 Jahre.
Wien wächst weiter – aber langsamer
Seit 2013 ist die Bevölkerung Wiens um 12,8 Prozent gewachsen, was die Stadt zur zweitwachstumsstärksten Metropole der EU macht – nur Bratislava liegt mit 14,8 Prozent Wachstum vor Wien. Dennoch hat sich das jährliche Wachstum leicht verlangsamt: Der aktuelle Schnitt liegt bei 1,1 Prozent, während es im Jahrzehnt davor noch 1,2 Prozent waren.
Eine Stadt im Wandel
Wien bleibt eine dynamische und wachsende Stadt, die von ihrer kulturellen Vielfalt profitiert. Die neuesten Zahlen zeigen, wie Migration und Geburten die Bevölkerungsstruktur prägen. Mit einem Durchschnittsalter von 41 Jahren und einer nahezu ausgeglichenen Geschlechterverteilung (51 Prozent Frauen, 49 Prozent Männer) bleibt Wien ein Spiegelbild moderner Urbanität.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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