Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Gerhard Winkler vom Landeskriminalamt traten vor die Medien, um über die aktuelle Lage in Wien zu informieren. Die Themen: Messergewalt, Waffenverbotszonen und die Herausforderungen bei der Integration. Die Polizei betonte dabei sowohl Erfolge als auch bestehende Probleme.
„Manche wissen es nicht, manche pfeifen drauf“
Polizeipräsident Gerhard Pürstl sprach offen über die jüngsten Vorfälle: „In letzter Zeit hat es einige Vorfälle mit Messern in der Stadt gegeben, der Blick in eine Zeitung reicht.“ Trotz der Einführung von drei Waffenverbotszonen – am Praterstern, in Innerfavoriten und am Yppenplatz – sei die Messergewalt weiterhin ein Thema. Pürstl erklärte jedoch, dass solche Maßnahmen Zeit bräuchten, um ihre volle Wirkung zu entfalten. „Manche wissen es nicht, manche pfeifen drauf“, so der Polizeipräsident. Besonders am Praterstern sei die Bilanz nach längerer Zeit positiv.
Gerhard Winkler vom Landeskriminalamt ergänzte, dass die Aufklärungsrate bei Gewaltdelikten derzeit bei beeindruckenden 75 Prozent liege.
„Das zeigt, dass wir nicht nur reagieren, sondern auch erfolgreich aufklären“, betonte Winkler.
Syrische Community im Fokus
Ein weiteres Thema der Pressekonferenz war die Integration und die Herausforderungen, die bestimmte Gruppen mit sich bringen. „Ja, die syrische Community stellt uns vor Herausforderungen. Da gibt es nichts zu beschönigen“, erklärte Pürstl. Es gehe um eine „Frage der Sozialisierung“ und die Notwendigkeit von „Integration, die nicht nur auf Angebot und Freiwilligkeit beruht“. Straffällig gewordene Ausländer müssten kompromisslos abgeschoben werden. „Dass jemand hier Schutz sucht und dann Gewalttaten verübt, das versteht keiner“, so Pürstl weiter.
Quellen: Pressekonferenz & krone.at
Credits: APA
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