Strompreise vor dem Anstieg: Verbund-Chef schlägt Alarm

Strompreise vor dem Anstieg: Verbund-Chef schlägt Alarm

Die Energiepreise könnten bald erneut in die Höhe schnellen. Verbund-Chef Michael Strugl warnt vor einer deutlichen Verteuerung des Stroms und fordert ein Umdenken in der Energiepolitik. Die Gründe für die drohenden Preissteigerungen sind vielfältig – und die Zeit drängt.

Erste Anzeichen: Märkte reagieren bereits

Im Interview mit der „ZiB 2“ erklärte Strugl, dass die Strompreise an den Terminmärkten bereits um bis zu 30 Prozent gestiegen seien. „Einzelne Anbieter haben ihre Preise bereits angepasst“, so der Vorstandsvorsitzende der Verbund AG. Diese Entwicklung könnte sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen, insbesondere wenn der Gaspreis weiterhin als Preistreiber fungiert.

Gas als Hauptproblem: Alternativen gefordert

Der Iran-Konflikt hat die Gaspreise in die Höhe getrieben, was sich direkt auf die Stromkosten auswirkt. Strugl betonte, dass Österreich dringend den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben müsse, um die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren. „Solange Gas ein wesentlicher Faktor bleibt, werden die Strompreise hoch bleiben“, erklärte er gegenüber Moderator Martin Thür.

Regierung setzt auf Erneuerbare – mit Druck

Die österreichische Regierung hat ein neues Gesetz zum beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien beschlossen. Gemeinden, die Projekte unterstützen, sollen finanziell profitieren, während Länder, die ihre Ziele nicht erreichen, mit Förderkürzungen und sogar Milliardenstrafen rechnen müssen. Für den Beschluss im Nationalrat ist jedoch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Grünen kritisieren den Entwurf und fordern Nachbesserungen.

Strugl: „Wir brauchen mehr Tempo“

Strugl begrüßte das Gesetz, wies jedoch darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen nicht ausreichen könnten. „Wir müssen mehr investieren und schneller handeln, sonst erreichen wir unsere Ziele nicht“, so der Verbund-Chef. Besonders die Windkraft müsse stärker ausgebaut werden, um die Abhängigkeit von Gas im Winter zu reduzieren.

Quellen: exxpress.at, oe24.at, krone.at, kleinezeitung.at
Credits: Büro LH-Stv. Strugl – Land OÖ, CC BY 3.0 / Wikipedia

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