Ein Vorfall an Bord einer Turkish-Airlines-Maschine beschäftigt seit Kurzem die deutsche Bundespolizei. Ein Passagier soll sich geweigert haben, neben einer Frau zu sitzen, und dabei eine Flugbegleiterin geschlagen haben.
Der Vorfall an Bord
Der Vorfall soll sich bereits am Montag, den 1. Juni, gegen 6 Uhr morgens auf einem Flug von der Türkei nach Düsseldorf ereignet haben. Wie die deutsche „Bild“-Zeitung berichtet, wurde ein männlicher Passagier während des Flugs ausfällig, weil er nicht neben einer Frau sitzen wollte. Als eine Flugbegleiterin ihn daraufhin auf sein Verhalten ansprach, soll er ihr direkt ins Gesicht geschlagen haben.
Berufung auf religiöse Gründe
Zu den Hintergründen zitiert „Bild“ einen Polizeisprecher, wonach sich der Mann laut ersten Zeugenaussagen auf die Scharia berufen und es deshalb abgelehnt habe, neben einer Frau Platz zu nehmen. In der darauffolgenden Konfrontation mit der Flugbegleiterin soll es dann zu dem Schlag ins Gesicht gekommen sein.
Ermittlungen nach der Landung
Nach der Landung am Flughafen Düsseldorf wurde die Bundespolizei umgehend zum Flugzeug gerufen, um eine Anzeige wegen Körperverletzung aufzunehmen. Die Strafanzeige wurde in der Folge an die zuständige Polizei in Düsseldorf abgegeben, die nun die weiteren Ermittlungen führt. Beim mutmaßlichen Täter soll es sich laut Bericht um einen 29-jährigen Deutschen aus dem Ruhrgebiet mit türkischem Migrationshintergrund handeln. Er soll die Tat gegenüber den Beamten der Bundespolizei bereits eingeräumt haben. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
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