Am Donnerstag wird es ernst: In sieben der acht Ordensspitäler Oberösterreichs legt das nichtärztliche Personal die Arbeit nieder. Tausende Pflegekräfte und andere Beschäftigte wollen mit dem Streik ein Zeichen setzen – und das mitten in einer ohnehin angespannten Lage im Gesundheitswesen.
Notfälle gesichert, geplante OPs verschoben
Wie die Ordensspitäler betonen, bleibt die Versorgung von Notfällen und stationären Patienten gewährleistet. Doch geplante Operationen und Behandlungen müssen verschoben werden. „Wir informieren die Betroffenen rechtzeitig und persönlich“, heißt es in einer Aussendung der Spitäler. Dennoch bleibt unklar, wie stark der Streik den Betrieb tatsächlich beeinträchtigen wird.
Verhandlungen ohne Ergebnis
Seit zwei Monaten ringen Gewerkschaft und Arbeitgeber um eine Lösung. Die Forderungen der Gewerkschaft vida: eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und eine Lohnerhöhung in Höhe der Inflation. Die Arbeitgeber bieten lediglich 3,3 Prozent mehr Gehalt – bei unveränderter Arbeitszeit. „Das ist nicht finanzierbar“, argumentiert Carmen Breitwieser, Verhandlungsleiterin der Ordensspitäler.
Solidarität und Kritik
Während 93 Prozent der Beschäftigten den Streik unterstützen, gibt es auch kritische Stimmen. So beteiligt sich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Linz nicht an der Aktion. „Aus Verantwortung gegenüber den Patienten“, erklärt der dortige Betriebsrat.
Ein Streik mit Signalwirkung?
Die Gewerkschaft hofft, dass der Streik Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringt. „Wir kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung“, betont vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Doch ob die Arbeitgeberseite einlenkt, bleibt abzuwarten.
Quellen: oe24.at, ooe.orf.at, nachrichten.at, heute.at, krone.at
Credits: APA
Neueste Kommentare