Strafen für Schulschwänzen: Bis zu 1.000 Euro drohen

Strafen für Schulschwänzen: Bis zu 1.000 Euro drohen

Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen Eltern, deren Kinder die Schulpflicht verletzen, deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Laut dem Gesetzesentwurf, der sich derzeit in der Begutachtungsphase befindet, wird die bisherige Strafhöhe von 110 bis 440 Euro auf 150 bis 1.000 Euro angehoben. Wie oe24.at berichtet, soll diese Maßnahme die Ernsthaftigkeit der Schulpflicht unterstreichen und Eltern stärker in die Verantwortung nehmen.

Harmonisierung der Strafen

Die geplante Erhöhung der Geldbußen ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets. Dieses sieht unter anderem verpflichtende Perspektivengespräche und eine Suspendierungsbegleitung für potenzielle Schulabbrecher vor. Eltern, die sich weigern, an diesen Maßnahmen teilzunehmen, könnten ebenfalls mit Strafen von bis zu 1.000 Euro belegt werden. Ziel sei es, die Strafen für Schulpflichtverletzungen mit diesen Bußgeldern zu „harmonisieren“, so die Erläuterungen im Entwurf.

Der Ablauf bei Schulpflichtverletzungen bleibt gleich

Am Prozedere selbst ändert sich nichts: Zunächst versuchen Lehrer und Schulberater, das Problem durch Gespräche mit den Eltern und Schülern zu lösen. Sollte dies nicht fruchten und die Schulpflichtverletzung drei Tage überschreiten, wird der Fall an die Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet. Diese entscheidet dann über die Verhängung der Strafe. Auch die Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Wochen bleibt bestehen, falls die Geldstrafe nicht bezahlt wird.

Kritik und Diskussionen erwartet

Die geplante Verschärfung der Strafen dürfte für Diskussionen sorgen. Kritiker könnten argumentieren, dass hohe Geldstrafen sozial schwache Familien unverhältnismäßig belasten könnten. Befürworter hingegen sehen darin ein notwendiges Mittel, um die Bedeutung der Schulpflicht zu betonen und Schulabbruchquoten zu senken.

Creidts: APA

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