Seit dem 2. April 2026 ist die Spritpreisbremse in Österreich in Kraft. Autofahrer dürfen sich über eine Senkung der Treibstoffpreise um bis zu zehn Cent pro Liter freuen – zumindest theoretisch. Doch die Umsetzung sorgt für Diskussionen und Kritik.
Was steckt hinter der Spritpreisbremse?
Die Regierung hat beschlossen, die Mineralölsteuer um fünf Cent zu senken und gleichzeitig die Margen der Treibstoffkonzerne um weitere fünf Cent zu begrenzen. Laut Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer soll diese Maßnahme die Inflation um etwa einen Viertel Prozentpunkt dämpfen. Finanzminister Markus Marterbauer betont, dass die zusätzlichen Steuereinnahmen durch die gestiegenen Spritpreise direkt an die Konsumenten zurückgegeben werden sollen.
Nicht überall gleich günstig
Ein Lokalaugenschein zeigt: Während große Tankstellenketten wie OMV und BP die Preise sofort senken, dürfen kleinere, unabhängige Tankstellen ihre alten Lagerbestände zunächst abverkaufen. Das bedeutet, dass die Preissenkung nicht überall gleichzeitig spürbar ist.
Kritik von Experten und Verbänden
Der ÖAMTC zeigt sich enttäuscht: „Eine größere Entlastung wäre wünschenswert gewesen“, so Martin Grasslober. Auch der Energiehandel übt scharfe Kritik. Jürgen Roth, Obmann des Energiehandels, warnt vor „massiven Wettbewerbsverzerrungen“ und sieht kleine Betriebe in Gefahr. Der Senat der Wirtschaft Österreich spricht sogar von einer „Kostenfalle“ für Verbraucher.
Was bedeutet das für die Autofahrer?
Wer sparen möchte, sollte den Tankzeitpunkt genau planen. Besonders am 2. April nach 12 Uhr war Tanken günstiger. Doch Vorsicht: Schon am Karfreitag könnten die Preise wieder steigen. Die E-Control überwacht die Einhaltung der neuen Regelungen und droht bei Verstößen mit Strafen von bis zu 14.535 Euro.
Quellen: oe24.at, bmwet.gv.at, krone.at, orf.at, 5min.at
Credits: APA
Neueste Kommentare