SPÖ im Krisenmodus: Babler intern hart in der Kritik

SPÖ im Krisenmodus: Babler intern hart in der Kritik

Die SPÖ kommt nicht zur Ruhe: Parteichef Andreas Babler steht intern massiv unter Druck. Während er am Samstag mit einem „Themenrat“ in Wien punkten will, brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. Wie oe24.at berichtet, wächst der Widerstand gegen Babler – und das aus mehreren Richtungen.

Bablers Woche: Von Chancen und Rückschlägen

Eigentlich hätte es eine gute Woche für Andreas Babler werden können. Zunächst wurde bekannt, dass es beim Parteitag im Frühjahr keinen Gegenkandidaten geben wird – niemand konnte die nötigen 1.500 Unterschriften sammeln. Doch dann der Rückschlag: Babler musste seine Reise nach Amsterdam absagen, wo er zum Vizepräsidenten der europäischen Sozialisten gewählt werden sollte. Der Grund? Eine Erkrankung. Dennoch will er beim großen SPÖ-Themenrat am Samstag in Wien anwesend sein.

Kritik an Führungsstil und Umfragewerten

Doch die internen Spannungen lassen sich nicht mehr übersehen. Laut oe24.at werfen einige Landesparteien Babler einen „abgehobenen“ Führungsstil vor. Besonders brisant: Babler ließ sich vom Parteivorstand zum einzigen Vorsitzenden-Kandidaten nominieren – obwohl mehr als die Hälfte der Mitglieder gar nicht anwesend war.

Ein weiterer Kritikpunkt: die desaströsen Umfragewerte. In der aktuellen oe24-Umfrage kommt die SPÖ nur noch auf 17 Prozent. Bei der Kanzlerfrage liegt Babler sogar hinter NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Ein harter Schlag für den Parteichef, der sich als Hoffnungsträger der Sozialdemokratie positionieren wollte.

Widerstand aus den Bundesländern

Wie oe24.at weiter berichtet, formiert sich in den Landesparteien zunehmend Widerstand. Besonders aus dem Burgenland und der Steiermark kommen kritische Stimmen. Hinter vorgehaltener Hand wird Babler vorgeworfen, als „erklärter Marxist“ in die falsche Richtung zu marschieren. Auch seine New-York-Reise während der Teuerungsdebatte sorgt für Unmut.

Mitgliederbefragung als Lösung?

Der frühere SPÖ-Klubchef Josef Cap schlägt vor, Babler solle eine Mitgliederbefragung durchführen, um die Lage zu klären. Doch aus der Parteizentrale heißt es, dass Babler daran nicht denkt. Die Frage bleibt: Kann der Parteichef die internen Kritiker besänftigen, oder droht ihm ein Desaster beim Parteitag?

Credits: APA

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