Die Tiroler SPÖ hat genug! Georg Dornauer, einst gefeierter Landeshauptmannstellvertreter und Parteivorsitzender, wurde nun endgültig aus dem Landtagsklub ausgeschlossen. Wie die Partei in einer Aussendung mitteilte, sei dieser Schritt „alternativlos“, um die gemeinsame Arbeit fortzusetzen. Der Bruch zwischen Dornauer und der Partei hatte sich bereits seit Monaten abgezeichnet – jetzt ist die Eskalation perfekt.
Der Auslöser: Ein Alleingang mit Folgen
Der Stein des Anstoßes? Dornauer hatte im Sommer öffentlich gefordert, dass der Energieversorger Tiwag satte 280 Millionen Euro an „Übergewinnen“ an die Bevölkerung zurückzahlen solle. Ein Vorstoß, der nicht nur die Parteispitze, sondern auch den Koalitionspartner ÖVP auf die Barrikaden brachte. Laut der „Tiroler Tageszeitung“ wollte Dornauer sogar einen Dringlichkeitsantrag im Landtag einbringen – ein klarer Bruch des Koalitionsvertrages, der gemeinsame Abstimmungen vorschreibt.
„Koalitionsbruch“ – die SPÖ zieht die Reißleine
Für die SPÖ war das Maß voll. Klubobfrau Elisabeth Fleischanderl erklärte: „Menschlich mögen wir eine solche Entwicklung bedauern, doch sie ist alternativlos.“ Der Ausschluss Dornauers soll noch am selben Tag in einer Sitzung formell beschlossen werden. Insider berichten, dass auch ein Parteiausschluss des 42-Jährigen diskutiert wird.
Ein tiefer Fall für den einstigen Hoffnungsträger
Georg Dornauer, der nach seinem Rücktritt im November 2024 nur noch als einfacher Landtagsabgeordneter tätig war, galt einst als aufstrebender Stern der Tiroler SPÖ. Doch sein Alleingang und die wiederholten Konflikte mit der Parteiführung haben ihn nun ins politische Abseits katapultiert.
Credits: APA
Quellen: Tiroler Tageszeitung, oe24
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