Spirituosen werden teurer: Budget bringt 30 Prozent Aufschlag auf Alkoholsteuer

Spirituosen werden teurer: Budget bringt 30 Prozent Aufschlag auf Alkoholsteuer

Das neue Doppelbudget hat eine wenig beachtete Maßnahme im Gepäck: Hochprozentiger Alkohol soll deutlich teurer werden. Wein und Bier bleiben verschont – Schnaps, Wodka und Gin nicht.

Alkoholsteuer steigt um 30 Prozent

Im Rahmen der Budgeteinigung plant die Regierung eine Erhöhung der Alkoholsteuer auf Spirituosen um 30 Prozent. Wie oe24 unter Berufung auf APA berichtete, betrifft die Maßnahme ausschließlich sogenannten „harten Alkohol“ – also Schnäpse, Liköre, Wodka, Gin, Rum und ähnliche Spirituosen. Wein und Bier sind von der Erhöhung nicht betroffen.

Derzeit liegt die österreichische Alkoholsteuer bei 12 Euro pro Liter Reinalkohol. Nach der geplanten Anhebung wären es rund 15,60 Euro.

Was das konkret bedeutet

Wie oe24 vorrechnet, enthält eine 0,7-Liter-Flasche Wodka mit 40 Prozent Alkohol 280 Milliliter Reinalkohol – das entspricht aktuell einer Steuerbelastung von 3,36 Euro. Nach der Erhöhung käme rund ein Euro dazu. Wer einen Gin-Tonic bestellt, zahlt derzeit etwa 18 Cent Steuer auf den Schuss Gin – künftig wären es rund 23 Cent, also fünf Cent mehr. Ein Liter Obstschnaps mit 40 Prozent wäre um rund 1,50 Euro teurer.

Gesundheitspolitisches Argument – aber auch fiskalisches

Die Erhöhung der Alkoholsteuer auf Hochprozentiges hat zwei Seiten. Einerseits gilt sie als klassisches Mittel der Gesundheitspolitik, um den Konsum zu reduzieren – Österreich liegt beim Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol mit rund zwölf Litern pro Jahr im europäischen Vergleich im oberen Mittelfeld, wie oe24 berichtete. Andererseits bringt sie dem Finanzminister Mehreinnahmen, die im Rahmen der Budgetkonsolidierung benötigt werden.

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