Innerhalb der SPÖ wächst die Kritik an Parteichef Andreas Babler. Der SPÖ-Chef steht vor einem schwierigen Parteitag im März 2026, bei dem seine Führung auf dem Prüfstand stehen wird. Einige Parteikollegen zweifeln offen an seiner Fähigkeit, die Partei erfolgreich zu führen. Ein hoher Parteilinker kommentierte gegenüber oe24: „Bis auf seinen innersten Kreis steht niemand mehr wirklich hinter Babler.“ Gleichzeitig gibt es Stimmen, die betonen, dass ein Machtwechsel ohne klaren Nachfolger wenig sinnvoll wäre.
Zerrissenheit der Partei zeigt sich erneut
Die SPÖ ist weiterhin tief gespalten. Das Lager um Hans Peter Doskozil und das Pragmatikerlager, das früher Pamela Rendi-Wagner unterstützte, konnten ihre Differenzen bislang nicht überwinden. Die Kritik an Babler fällt entsprechend vielfältig aus. Während manche ihn als zu „links und weltfremd“ einstufen, halten andere ihn in seiner Regierungsrolle als Vizekanzler für „überfordert“. Auch die Umfragewerte von 17 bis 18 Prozent spiegeln diese Uneinigkeit wider.
Kritik an Budgetdisziplin und Regierungskurs
Ein weiterer Kritikpunkt ist Bablers Haltung zur Budgetdisziplin. Zahlreiche Sozialdemokraten fordern laut oe24, dass die Partei ihren strikten Sparkurs überdenken und effektiver gegen die Teuerung vorgehen müsse, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Einige in der Partei sehen sogar Finanzminister Markus Marterbauer als mögliche Alternative für den Vorsitz.
Ein Insider bringt die Situation auf den Punkt: Die linke Basis zögert, Bablers Kurs abzulehnen, weil sie befürchtet, dass sonst die politische Alternative in Form von Herbert Kickl an Macht gewinnen könnte.
Kein offener Machtkampf in Sicht
Obwohl die Unzufriedenheit spürbar ist, hat sich bislang niemand öffentlich als Gegenkandidat zu Babler positioniert. Wie bereits bei früheren Parteivorsitzenden setzt die SPÖ offenbar auf interne Gespräche und Zurückhaltung, um einen offenen Konflikt zu vermeiden.
Quelle: oe24
Credits: APA
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