Viele Österreicher fragen sich, wie denn dieses extrem hohe Budget-Defizit entstanden sein könnte – die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage liefert dazu wieder einige neue Infos: So gab Schwarz-Grün auch 371.000 Euro für die Bestellung einer „Zufußgeh-Website“ aus.
14 Besucher sind im Schnitt täglich auf der Website „oesterreichzufuss.at“, die das Klima-Ministerium von Ex-Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) bei der bekannten Werbeagentur Reichl und Partner bestellt hat. Die Kosten für den Steuerzahler: 371.000 Euro, wie nun die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Generalsekretärs Michael Schnedlitz zeigt. Für 397 Visits (laut Similarweb) in den vergangenen 28 Tagen zahlt also jeder Österreicher 371.000 Euro – das macht eine Kosten-Nutzen-Rechnung von 931 Euro pro Seitenaufruf aus. Der Koalitionspartner ÖVP ließ diese absurd hohen Ausgaben zu.
Insgesamt listet die Anfrage des FPÖ-Generalsekretärs Michael Schnedlitz an Gewesslers Nachfolger, Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ), die Kosten für 21 Ministeriums-Websites auf. Das Projekt oesterreichzufuss.at sticht dabei deutlich hervor. Den Auftrag erhielt die Werbeagentur Reichl und Partner – mit einer beachtlichen Vertragssumme von 313.447,49 Euro. Aufgrund des Umfangs war eine öffentliche Ausschreibung nach dem Bundesvergabegesetz erforderlich.
Der Auftrag umfasste nicht nur die technische Umsetzung der Website, sondern auch die Entwicklung und Durchführung der dazugehörigen Kampagne „Österreich zu Fuß“. Das Portal wirbt mit dem Slogan „Willst du mit mir gehen?“ und bietet unter anderem Informationen zum „1. Österreichischen Fußverkehrsgipfel“ in Graz sowie Tipps für Unternehmen, wie etwa das Format „Walk and Talk – Gehende Meetings“.
Zusätzlich zu den Initialkosten fielen laufende monatliche Betriebskosten von 319,92 Euro an, die sich laut Anfrage mittlerweile auf 57.660,68 Euro summieren. Damit belaufen sich die Gesamtausgaben für das Projekt auf 371.108,17 Euro, berichtet die Tageszeitung Heute.
Ein weiteres kostenintensives Projekt ist die Plattform klimaaktiv.at, die ebenfalls öffentlich ausgeschrieben wurde. Den Zuschlag erhielt die Firma MBIT Solutions GmbH – für eine Auftragssumme von 454.344 Euro. Die Website dient der Öffentlichkeitsarbeit zur Klimaschutzinitiative „klimaaktiv“. Für laufende Wartung und Betreuung fallen monatlich 333,33 Euro an, die sich bisher auf 115.573,92 Euro summiert haben.
FPÖ kritisiert „grüne Steuergeldverschwendung“
FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz sieht in den Enthüllungen eine „grüne Geldverbrennungsmaschine“ am Werk. Aus seiner Sicht zeigen die Ausgaben, wie unkritisch unter Ministerin Gewessler mit öffentlichen Mitteln umgegangen worden sei: „Während viele Menschen kämpfen, ihre Heizkosten zu bezahlen, investiert man hier Hunderttausende Euro in Spaziergangs-Kampagnen.“
Wie von exxtra24 berichtet, flog auch die Fress-Spesen-Abrechnung der grünen Ministerin jetzt auf: Leonore Gewessler und ihre Spitzenbeamten gönnten sich im letzten Quartal 2024 (60 Arbeitstage) Kaffee und Buffets um 157.916 Euro.
Credit: APA
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