So denkt Österreich wirklich über das neue Pfand-System

So denkt Österreich wirklich über das neue Pfand-System

Seit Anfang 2025 ist es Realität: Das Pfandsystem für Plastikflaschen und Dosen hat Einzug in den Alltag der Österreicher gehalten. Ein Jahr nach der Einführung zeigt sich nun, was die Nation wirklich davon hält. Lieben wir das Dosen-Sammeln oder hassen wir es?

Seit Anfang 2025 müssen Herr und Frau Österreicher 25 Cent Pfand für Einweggetränkeverpackungen berappen. Wie der aktuelle IMAS-Report zum Thema „Pfandsystem – Zufriedenheit – Umgang“ aufzeigt, ist das System in den Köpfen angekommen.

Satte 95 Prozent der Bevölkerung kennen das neue System. Doch Wissen ist das eine, Akzeptanz das andere. Hier überraschen die Zahlen: Drei Viertel der Befragten halten die Einführung für den „richtigen Schritt“.

Die Fleißigen und die Verweigerer

Wer glaubt, dass ganz Österreich nun brav Flaschen hortet, der irrt. Wie BVZ.at unter Berufung auf den Report berichtet, sammeln 59 Prozent der Befragten ihre leeren Plastikflaschen und Dosen und bringen sie auch tatsächlich zurück. Doch das System hat auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten selbst. Fast ein Drittel der Österreicher (29 Prozent) gab an, seit der Einführung deutlich weniger Pfand-Gebinde zu kaufen. Rund sieben Prozent der Befragten gaben laut oe24.at an, die leeren Flaschen und Dosen meist gar nicht zurückzubringen. Stattdessen landen die 25 Cent pro Stück einfach im Müll.

Zufriedenheit mit bitterem Beigeschmack

Insgesamt geben 64 Prozent der Österreicher dem System gute Noten (1 und 2). Der IMAS-Report hält fest: Obwohl die Mehrheit den Schritt für richtig hält, „spüre man einen leicht skeptischen Blick darauf“. Die Österreicher machen mit, aber die ganz große Liebe zum Flaschenautomaten ist es wohl noch nicht.

Quellen: oe24.at, BVZ.at, SN.at, IMAS
Credits: APA

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