Was wie ein unglaublicher Filmplot klingt, ist Realität in Graz: Eine Neurochirurgin soll ihre erst zwölfjährige Tochter während einer Notoperation als „Assistentin“ eingesetzt haben. Die junge Patientin, ein 33-jähriger Landwirt, wurde nach einem schweren Unfall in der Uniklinik Graz notoperiert – und die Tochter der Ärztin soll unter Anleitung sogar ein Loch in seine Schädeldecke gebohrt haben.
Kind im OP-Saal – ein Tabubruch
Normalerweise ist der OP-Saal kein Platz für Kinder. Doch die Chirurgin soll ihre Tochter trotz ihres jungen Alters in den Operationssaal geschleust haben. Wie Die Presse berichtet, steht gegen die Mutter sowie weitere fünf Mitglieder des OP-Teams inzwischen eine Anklage im Raum. Die Vorwürfe wiegen schwer: Es geht um Körperverletzung und das gefährliche Einschleusen Unbefugter in den OP.
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln
Die Ermittlungen, die unter anderem von der Staatsanwaltschaft Graz geführt werden, haben ergeben, dass die Tochter der Chirurgin nicht nur zugeschaut, sondern tatsächlich aktiv am Patienten gearbeitet haben soll. Laut Der Standard liegt inzwischen der Abschlussbericht vor, der die schweren Vorwürfe bestätigt.
Wie konnte es so weit kommen?
Die Beweggründe der Chirurgin, ihre minderjährige Tochter in eine derart verantwortungsvolle und gefährliche Situation zu bringen, sind bislang unklar. Insider vermuten, dass die Ärztin das Mädchen früh an den Beruf heranführen wollte. Doch in einem sterilem OP-Saal sind solche Experimente nicht nur unprofessionell, sondern auch hochriskant.
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