Sharia-Richter an Bord: Regierung stoppt Afghanen-Flüge

Sharia-Richter an Bord: Regierung stoppt Afghanen-Flüge

Laut internen Informationen, die der WELT AM SONNTAG vorliegen, hat’s letzte Woche in Islamabad ordentlich gekracht. Kurz vor dem Boarding zogen deutsche Polizisten kurzerhand die Notbremse – und ließen Dutzende Afghanen nicht in den Jet. Darunter: sogenannte „Scharia-Richter“. Männer also, die einst in Afghanistan islamisches Recht durchdrückten, teils mit drakonischen Urteilen – und nun in Deutschland ein neues Leben anfangen wollten. Inklusive Familie. Inklusive Visum. 

Willkommen in Absurdistan

Ein Sicherheitsbeamter bringt es auf den Punkt: „Wie sollen sich solche Leute jemals in Deutschland integrieren?“ 

Seit dem Abzug der Bundeswehr 2021 hat Berlin über 35.000 Afghanen eingeflogen. Viele davon mit durchaus berechtigter Aufnahmezusage – Ortskräfte, gefährdete Aktivisten, Menschen mit echter Lebensgefahr. Doch mit der Zeit wurde das Programm immer undurchsichtiger. Seit Mitte 2024 ermittelt die Staatsanwaltschaft – Verdacht auf illegal erteilte Visa. 

Polizei sagt Stopp – Politik winkt weiter

Der Gipfel des Irrsinns: Schon seit Monaten warnen Beamte vor Sicherheitslücken. Immer wieder tauchten Afghanen mit fragwürdigen Papieren oder dubioser Vergangenheit auf den Passagierlisten auf. Immer wieder mussten deutsche Beamte in Islamabad in letzter Sekunde eingreifen. Letzte Woche gleich bei 20 Personen.

Besonders grotesk: Ein „Scharia-Richter“, der mit Frau und Kindern anreisen sollte, durfte nicht an Bord – offiziell wegen eines verschwommenen Kinderfotos. Inoffiziell aus Angst, sich einen potenziellen Islamisten ins Land zu holen. Ein anderer Mann – Namenszwilling eines Islamisten der Gruppe Hizb ut-Tahrir – wurde ebenfalls gestoppt. Dabei war längst klar, dass es sich um eine bloße Namensgleichheit handelt. 

35.000 drinnen, 2500 hängen jetzt fest

Insgesamt harren derzeit rund 2500 Afghanen in Islamabad aus – viele davon seit Monaten. Sie alle hatten ein „Go“ aus Berlin. Jetzt heißt es: Warten auf die neue Regierung. Und die – da sind sich alle sicher – wird keine neuen Aufnahmezusagen verteilen. CDU-Chef Merz hat bereits mehrfach durchblicken lassen, dass für ihn der Spaß vorbei ist.

Was bleibt, ist ein außenpolitisches und humanitäres Scherbenfeld. Berlin hat Menschen nach Pakistan gelockt – und lässt sie nun im bürokratischen Niemandsland versauern. Abschiebung droht. Pakistan duldet ihre Anwesenheit längst nicht mehr.

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