Sex-Skandal im Shaolin-Kloster: Chinas „CEO-Mönch“ unter Verdacht

Sex-Skandal im Shaolin-Kloster: Chinas „CEO-Mönch“ unter Verdacht

Der weltbekannte Abt des Shaolin-Tempels, Shi Yongxin, steht erneut im Zentrum eines Skandals: Der 59-jährige Mönch wird wegen mutmaßlicher Veruntreuung und „unangemessener Beziehungen“ zu Frauen untersucht. Das teilte die Tempelverwaltung am Sonntag offiziell mit.

Shi, auch „CEO-Mönch“ genannt, verwandelte das einst abgelegene Kloster in eine internationale Marke – samt Kung-Fu-Shows, Tourismusprojekten und Lizenzdeals für Filme und Videospiele. Doch seine unternehmerische Erfolgsgeschichte wird nun überschattet: Neben dem Vorwurf der Veruntreuung von Tempelgeldern und Projektmitteln soll er gegen das buddhistische Keuschheitsgelübde verstoßen und mindestens ein Kind gezeugt haben.

Der Tempel bestätigte eine laufende Untersuchung durch mehrere staatliche Stellen. Die buddhistische Vereinigung Chinas entzog dem prominenten Abt am Montag das Mönchs-Zertifikat und warf ihm „extrem schädigendes Verhalten“ vor.

Skandal in der Wiege des Zen-Buddhismus

Bereits 2015 war Shi durch ähnliche Vorwürfe in die Schlagzeilen geraten. Damals tauchten Dokumente auf, die ihn der Frauenaffären, Unterschlagung und sogar des Diebstahls beschuldigten. Die Ermittlungen wurden später eingestellt – doch nun scheint sich die Vergangenheit einzuholen.

Der Shaolin-Tempel, gegründet im Jahr 495, gilt als Wiege des Zen-Buddhismus und der berühmten Kung-Fu-Tradition. Shi Yongxin war seit 1999 Abt des Tempels und über zwei Jahrzehnte Mitglied des Nationalen Volkskongresses. Seine Zukunft – sowohl als Geistlicher als auch als Geschäftsmann – steht nun auf der Kippe.

Credit: Wikipedia

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