Sessel-Roulette im Wiener Rathaus: Gaál geht, Hanel-Torsch und Novak rücken auf

Sessel-Roulette im Wiener Rathaus: Gaál geht, Hanel-Torsch und Novak rücken auf

Im Wiener Rathaus dreht sich das Personalkarussell in Höchstgeschwindigkeit. Kathrin Gaál räumt ihren Schreibtisch und macht Platz für neue Gesichter an der Stadtspitze. Der Umbau der roten Regierungsmannschaft bringt weitreichende Veränderungen für die Bundeshauptstadt mit sich.

Ein lukrativer Sprung in die Privatwirtschaft

Nach jahrelanger politischer Arbeit verlässt Kathrin Gaál die politische Bühne und wechselt direkt in die Privatwirtschaft. Wie der Standard berichtet, tritt die bisherige Wohnbaustadträtin und Vizebürgermeisterin bereits mit 1. April ihr neues Amt als Vorständin bei der Sozialbau AG an. Dieser extrem rasche Wechsel vom Rathaus in die Führungsetage des größten österreichischen Wohnungskonzerns sorgt für reichlich Diskussionsstoff. Laut Kurier ruft diese extrem kurze Abkühlphase scharfe Kritik der Oppositionsparteien auf den Plan. Dennoch loben ihre politischen Wegbegleiter die Errungenschaften ihrer Amtszeit, darunter die erfolgreiche Errichtung des fünften Frauenhauses in der Stadt.

Frischer Wind für Wiens Mieter

Die Lücke, die Gaál hinterlässt, wird unverzüglich gefüllt. Elke Hanel-Torsch übernimmt im Zuge der Neuaufstellung die Agenden für Wohnen und Frauen. Wie wien.ORF.at meldet, bringt die neue Stadträtin geballte fachliche Erfahrung mit. Sie war stolze 20 Jahre lang für die Mietervereinigung Wien im Einsatz, die letzten zehn Jahre davon sogar als deren Vorsitzende. Zuletzt saß Hanel-Torsch für die SPÖ im Nationalrat. Nun bringt sie ihre umfassende Expertise im Mieterschutz direkt in die Stadtregierung ein. Ihr erklärtes Ziel ist es, bezahlbaren, sicheren und hochwertigen Wohnraum für alle Menschen in der wachsenden Metropole zu garantieren.

Mehr Macht für die Finanzchefin

Durch den Abschied von Gaál wird gleichzeitig der begehrte Posten der Vizebürgermeisterin frei. Diese Rolle übernimmt ab sofort Finanzstadträtin Barbara Novak. Sie steigt intern auf und wird damit zur direkten Stellvertreterin von Bürgermeister Michael Ludwig. Wie oe24.at ausführt, verleiht dieser Karrieresprung Novak genau das zusätzliche politische Gewicht, das sie für ihre enormen Aufgaben dringend benötigt. Sie verantwortet das städtische Budget und muss die Finanzen der Stadt stabilisieren. Mit diesen Personalentscheidungen ist die neue Machtverteilung besiegelt und das Rathaus-Team für die kommenden Herausforderungen aufgestellt.

Quellen: oe24.at, Der Standard, Kurier, wien.ORF.at
Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 / Wikipedia

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