Selenskyj lehnt Moskau als Verhandlungsort ab: „Putin kann nach Kiew kommen“

Selenskyj lehnt Moskau als Verhandlungsort ab: „Putin kann nach Kiew kommen“

Im Zuge der anhaltenden diplomatischen Bemühungen im Ukraine-Konflikt äußerte sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu möglichen Gesprächen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Auf Putins Vorschlag, Selenskyj könne nach Moskau kommen, entgegnete Selenskyj, dass ein Treffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew stattfinden solle.

Uneinigkeit über den Ort der Verhandlungen

Der Kreml hatte erklärt, Moskau sei der geeignete Ort für Verhandlungen zwischen den beiden Präsidenten. Putin betonte, dass er nur Gespräche in der russischen Hauptstadt für sinnvoll halte, sofern die Verhandlungen Aussicht auf Erfolg hätten (Süddeutsche Zeitung). Selenskyj hingegen lehnte Moskau als Verhandlungsort erneut ab und forderte, dass Putin nach Kiew kommen müsse, um Gespräche zu führen (RP-Online, Handelsblatt).

Diese unterschiedlichen Positionen verdeutlichen das bestehende Misstrauen zwischen den Konfliktparteien. Die ukrainische Seite sieht in Moskau keinen neutralen Ort für Verhandlungen, während Russland auf seinem Vorschlag beharrt.

Symbolische Bedeutung der Ortsfrage

Die Forderung Selenskyjs, dass Putin nach Kiew kommen solle, ist nicht nur eine Frage der Logistik, sondern trägt auch symbolische Bedeutung. Kiew als Hauptstadt der Ukraine steht für die Souveränität und Unabhängigkeit des Landes. Die ukrainische Führung macht damit deutlich, dass sie eine Gleichberechtigung in den Verhandlungen erwartet und sich nicht auf russischem Territorium verhandeln lässt (ZDF Heute).

Experten sehen Herausforderungen für Gespräche

Beobachter bewerten die Situation als schwierig. Die Verhärtung der Positionen erschwert den Beginn direkter Gespräche zwischen Selenskyj und Putin. Das Festhalten an unterschiedlichen Verhandlungsorten unterstreicht die Spannungen auf diplomatischer Ebene (Freie Presse).

Ausblick

Ob und wann ein Treffen zwischen den Präsidenten zustande kommt, bleibt derzeit unklar. Die Frage des Verhandlungsortes ist nur einer von mehreren Streitpunkten, die einer Einigung vorausgehen müssen. Die anhaltenden Kampfhandlungen im Osten der Ukraine erschweren die diplomatischen Bemühungen zusätzlich.


Quellen:
Süddeutsche Zeitung: Link
RP-Online: Link
Handelsblatt: Link
ZDF Heute: Link
Freie Presse: Link

Credits: APA

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