Davos. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos deutliche Kritik an der EU und der NATO geäußert. Er warf den europäischen Verbündeten vor, nicht genug für die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland zu tun. „Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln“, sagte Selenskyj.
NATO: Ein Bündnis ohne Aktion?
Auch die NATO blieb von Selenskyjs Kritik nicht verschont. Er stellte infrage, ob das transatlantische Verteidigungsbündnis im Ernstfall handlungsfähig sei. „Die NATO existiert nur dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs helfen würden. Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt“, erklärte er. Selenskyj forderte eine deutliche Aufstockung der Streitkräfte und mehr Engagement der Mitgliedsstaaten.
Forderung nach mehr Einsatz
Selenskyj betonte, dass die Ukraine nicht nur Solidaritätsbekundungen, sondern konkrete Taten benötige.
Quellen: oe24.at, n-tv.de, deutschlandfunk.de, swissinfo.ch
Credits: APA, dpa, AFP
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