London wird zum Zentrum der Weltpolitik: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich mit europäischen Spitzenpolitikern, um über den Ukraine-Krieg zu beraten. Doch die Gespräche stehen unter keinem guten Stern – US-Präsident Donald Trump hat Selenskyj scharf kritisiert.
Ein Gipfeltreffen der Hoffnung?
In der britischen Hauptstadt London kommt die europäische Politik zusammen: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer beraten mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über die nächsten Schritte im Ukraine-Krieg. Wie der ORF berichtet, ist das Ziel des Treffens klar: Selenskyj soll in seiner Position gegenüber den USA gestärkt werden.
Doch die Gespräche werden von Spannungen überschattet. Macron betonte im Vorfeld, dass der Druck auf Russland erhöht werden müsse, um Frieden zu erzwingen. Gleichzeitig wird Selenskyj nach Brüssel reisen, um mit NATO-Chef Mark Rutte und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu sprechen. Die neue US-Sicherheitsstrategie, die Europa nicht mehr als engen Verbündeten sieht, sorgt dabei für zusätzliche Brisanz.
Trump enttäuscht von Selenskyj
Während in London die Diplomatie auf Hochtouren läuft, sorgt US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen. Wie der ORF berichtet, zeigte sich Trump „enttäuscht“ von Selenskyj. Der ukrainische Präsident habe den US-Friedensplan angeblich nicht gelesen. „Ich muss sagen, dass ich ein wenig enttäuscht bin“, so Trump bei einer Gala in Washington. Er zweifelt daran, dass Selenskyj den Plan akzeptieren wird, während er glaubt, dass Russland dem Vorschlag zustimmen könnte.
Der ursprüngliche US-Plan, der als „moskaufreundlich“ gilt, sah vor, dass die Ukraine auf einen NATO-Beitritt verzichtet, ihre Streitkräfte verkleinert und den gesamten Donbas an Russland abtritt. Nach massivem Druck aus Europa und der Ukraine wurde der Plan überarbeitet, doch Details bleiben unklar.
Putins harte Linie
Während die Ukraine und ihre Verbündeten um eine Lösung ringen, bleibt Russlands Präsident Wladimir Putin stur. Laut ORF hält er an seinen Forderungen fest: Gebietsabtretungen und ein Verzicht der Ukraine auf die NATO-Mitgliedschaft. Die Ukraine lehnt dies kategorisch ab. „Man ächtet einen Angriffskrieg und belohnt ihn nicht noch“, betonte die Präsidentin der UNO-Vollversammlung, Annalena Baerbock.
Credits: APA
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