Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht Druck! Inmitten des anhaltenden Konflikts mit Russland setzt er auf Verhandlungen mit den USA, der NATO und europäischen Partnern, um endlich Sicherheitsgarantien für sein Land zu sichern. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, betonte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
Politische Bühne bereitet: Treffen der Sicherheitsberater
Wie Selenskyj erklärte, sei politisch bereits „fast alles vorbereitet“. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail: „Es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, so der Präsident. Am Samstag, den 3. Januar, soll ein Treffen der nationalen Sicherheitsberater in Kiew stattfinden. 15 Länder, Vertreter der EU und der NATO haben ihre Teilnahme zugesagt, während das amerikanische Team online zugeschaltet wird.
Doch das ist erst der Anfang: Am 5. Januar folgen Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs, bevor am Dienstag ein Gipfel der sogenannten „Koalition der Willigen“ stattfinden soll. Die Ukraine bereitet sich auf ein produktives Treffen vor, wie Selenskyj optimistisch ankündigte.
EU-Mitgliedschaft als Sicherheitsgarantie?
Ein weiteres heißes Thema: Die EU-Mitgliedschaft der Ukraine. In einem Telefonat mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulides, der derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, betonte Selenskyj, dass die Mitgliedschaft seines Landes in der Europäischen Union ebenfalls eine Sicherheitsgarantie darstelle. „Wir arbeiten auch auf die Mitgliedschaft hin“, erklärte er.
Waffen, Raketen, Drohnen: Die Ukraine braucht Unterstützung!
Doch ohne die Unterstützung der internationalen Partner geht nichts. „Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, unsere Verteidiger, unsere Industrie und die Waffenproduktion“, so Selenskyj. Besonders dringend benötigt die Ukraine Raketen für die Flugabwehr, Drohnen und Technik. „Wir brauchen Geld für Waffen – für alles, was notwendig ist“, appellierte der Präsident eindringlich.
Gefangenenaustausch: Hoffnung aus der Türkei
Auch in Sachen Gefangenenaustausch gibt es Bewegung. Selenskyjs Chefunterhändler Rustem Umjerow war kürzlich in der Türkei, um die Wiederaufnahme der Austausche zu verhandeln. „Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen“, erklärte Selenskyj. Nach einer aktiven Phase im Jahr 2025 seien die Austausche zuletzt ins Stocken geraten.
Trump überrascht mit russlandkritischem Artikel
Währenddessen sorgt US-Präsident Donald Trump für Schlagzeilen. Auf seiner Plattform Truth Social teilte er einen Artikel der „New York Post“, der Kremlchef Wladimir Putin scharf kritisiert. Darin wird Putin als größte Hürde auf dem Weg zum Frieden dargestellt. „Jeder Angriff auf Putin ist mehr als gerechtfertigt“, heißt es in dem Artikel. Ein überraschender Schritt, denn Trump wurde in der Vergangenheit oft eine Nähe zu Russland nachgesagt.
Angriff auf Putins Residenz? CIA widerspricht
Zuletzt sorgte ein angeblicher Angriff der Ukraine auf Putins Residenz für Aufsehen. Doch laut der „Wall Street Journal“ und einer Analyse des US-Geheimdienstes CIA hat dieser Angriff nie stattgefunden. Experten vermuten, dass Russland die Anschuldigungen als Vorwand nutzt, um den Krieg fortzusetzen.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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