„Sehr interessante Dokumente“: Trump kündigt baldige UFO-Akten-Freigabe an

„Sehr interessante Dokumente“: Trump kündigt baldige UFO-Akten-Freigabe an

US-Präsident Donald Trump hat erneut Schwung in die seit Jahren schwelende UFO-Debatte gebracht: Das Pentagon habe bei der Durchsicht der Akten bereits „sehr interessante Dokumente“ gefunden, die „sehr, sehr bald“ veröffentlicht werden sollen.

Trump bei Turning-Point-Veranstaltung: Freigabe läuft bereits

Bei einer Veranstaltung von Turning Point USA in Phoenix erklärte Trump am 17. April 2026, wie t-online berichtet: „Ich habe kürzlich den Kriegsminister angewiesen, damit zu beginnen, Regierungsakten zu UFOs und unerklärten Luftphänomenen freizugeben.“ Der Prozess sei bereits im Gange — und man habe dabei „viele sehr interessante Dokumente“ gefunden. Die erste Veröffentlichung stehe unmittelbar bevor.

Der Hintergrund: Bereits im Februar 2026 hatte Trump auf Truth Social angekündigt, wie Time Magazine berichtet, das Verteidigungsministerium und andere Behörden anzuweisen, alle Regierungsakten zu außerirdischem Leben, UAP (Unidentified Aerial Phenomena) und UFOs zu sichten und zu veröffentlichen. Auslöser war damals ein virales Podcast-Statement von Ex-Präsident Barack Obama, der sich vage zu Aliens geäußert hatte — was Trump als Weitergabe klassifizierter Informationen rügte.

Kongress macht Druck — und berichtet von gesehenen Beweisen

Im Kongress sorgen die Ankündigungen für erhebliche Aktivität. Wie grewi.de berichtet, forderte die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna in einem offiziellen Schreiben an Verteidigungsminister Pete Hegseth die Deklassifizierung von Material zu 46 angeblichen UFO-Sichtungen und -Detektionen durch US-Militärs. Das Kriegsministerium hatte bereits im März 2026 bestätigt, die Informationen „baldmöglichst“ veröffentlichen zu wollen.

Der ehemalige Kongressabgeordnete Matt Gaetz erklärte in einem Interview mit einem MAGA-Influencer, er habe im Rahmen geheimer Anhörungen selbst eindeutige Beweise für „nicht-menschliche“ Technologien gesehen. „Wenn das, was ich gesehen habe, deklassifiziert und veröffentlicht werden würde, würde dies in der Öffentlichkeit zu Fragen führen, wie überhaupt etwas funktioniert.“

Experten mahnen zur Geduld: Echte Transparenz braucht mehr als Ankündigungen

Nüchterne Stimmen dämpfen die Erwartungen. Wie DefenseScoop berichtet, mahnte Christopher Mellon, früherer stellvertretender Staatssekretär für Verteidigungsgeheimdienste, zur Vorsicht: Echte Transparenz sei nicht das Ergebnis einer einzelnen Ankündigung. Sie erfordere einen strukturierten Prozess, behördenübergreifende Koordination und eine methodische Deklassifizierungsprüfung. „Die Wahrheit wird nicht über Nacht ans Licht kommen.“

Harvard-Astronom Avi Loeb, der den Kongress zu UAP beraten hat, schlägt laut DefenseScoop einen konkreten ersten Schritt vor: Ereignisse, die 50 Jahre oder älter sind, könnten sofort freigegeben werden, da die damaligen Technologien keine strategische Geheimhaltung mehr rechtfertigten. Die Sprecherin des Weißen Hauses antwortete auf eine Journalistenanfrage zur Ankündigung lediglich mit: „Stay tuned!“ — und einem Alien-Emoji.

Credits: APA

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