Schulmörder Artur A.: Verbotenes Brutalo-PC-Game als Vorbild für das Massaker?

Schulmörder Artur A.: Verbotenes Brutalo-PC-Game als Vorbild für das Massaker?

Web-Experten decken nun immer mehr Hintergründe zum Schulmassaker im BORG Dreierschützengasse in Graz auf: Der Schulabbrecher Artur A. (21) dürfte sich für seine Bluttat ein europaweit verbotenes, extrem grausames PC-Spiel als Vorbild genommen haben – er war sogar so bewaffnet wie die Hauptfigur.

Auf dem Szenebild von Postal 2, einem abscheulich gewaltverherrlichendem PC-Game, ist die Hauptfigur zu sehen – mit einer kurzen Schrotflinte und einer Pistole im Hosenbund. So war auch Artur A. (21) bewaffnet, als er am Dienstag um 10.00 Uhr 17 Minuten lang auf Schüler und Lehrer im BORG Dreierschützengasse in Graz schoss. Er ermordete zehn Menschen.

Das News-Portal report24.news hat nun diesen Zusammenhang aufgedeckt – Chefredakteur Florian Machl schreibt dazu: „Der Täter, Artur A., empfahl in seinem Steam-Account nur ein einziges Spiel. Außerdem wählte er ein Hintergrund-Element, das auf dieses Spiel verweist, nämlich ,Running With Scissors‘, der Name des Entwickler-Studios. Bei diesem Spiel, Postal 2, handelt es sich um eine abwertende, selbsthassende linksextreme Sicht auf eine Welt, in der alles nur schlecht, verlogen und falsch wäre – mit allen Stereotypen über dumme weiße Männer (“White Trash”), die in Trailer-Parks ein Unterschichten-Leben voller Rassismus, Sexismus und Bigotterie führen.“

Postal 2: Artur A. spielte alleine dieses grausame PC-Game 31,3 Stunden

Die Handlung bei Postal 2 sei besonders grausam: „Der Spieler kann – völlig ohne Konsequenz – Zivilisten erschießen, Gliedmaßen abtrennen, brennende Tiere durch die Straßen jagen oder mit einer Schaufel Schädel spalten“, berichtet dazu report24.news.

Und: Artur A. spielte Postal 2 nach dem öffentlich einsehbaren Logfile zumindest 31,3 Stunden – viel länger, als es dauert, die so genannte “Hauptquest” zu lösen. Denn tatsächlich bietet Postal 2 spielerisch nicht viel. Durchschnittliche Spieler lösen das Spiel in 5 bis 8 Stunden, haken es als seltsame Erfahrung ab und greifen es dann nicht mehr an. Florian Machl nennt dieses Game „eine digitale Gewaltorgie – eine perfide Simulation menschlicher Abgründe, die dem Spieler nicht nur erlaubt, sondern aktiv dazu einlädt, seine dunkelsten Impulse auszuleben“.

Es zeigt sich immer mehr ein komplett anderes Bild als jenes, das uns gleich nach dem Serienmord in Graz von Sprechern des Innenministeriums aufgetischt worden ist: Artur A. dürfte keineswegs das „arme, eingeschüchterte Mobbing-Opfer“ gewesen sein, sondern ein extrem gewaltbereiter Nerd, der seinen Massenmord genau plante – und zwar nach dem Vorbild eines Brutalo-PC-Games. Auch war der arbeitslose Schulabbrecher keinesfalls „isoliert und einsam“: Artur A. hatte 28 Fake-Accounts auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und sogar in einer PC-Gaming-Truppe bei Wettbewerben aktiv.

Spannend ist dabei auch, dass über diese Entwicklung in Österreichs schrecklichsten Kriminalfall mit zehn Mordopfern, die alten Mainstream-Medien und der ORF kaum recherchieren und berichten – das gesellschaftspolitische Gesamtversagen beim Erwachsenwerden eines Schulabbrechers passt nicht so gut in die einfache Gedankenwelt, da gibt’s keine einfachen Lösungen.

PARMENION

Eine Screenshot aus Postal 2 – auch Tiere werden in diesem PC-Game gequält …

Der Serienmörder von Graz schnitt seine Schrotflinte so ab, wie das auch im PC Game Postal 2 zu sehen ist.

Credits: Screenshots

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