Schon ab 1. Juni: Trump will mit Zoll bei der EU so richtig abkassieren

Schon ab 1. Juni: Trump will mit Zoll bei der EU so richtig abkassieren

US-Präsident Donald Trump hat mit neuen drastischen Strafzöllen auf Importe aus der Europäischen Union gedroht. In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform kündigte er am Freitag an, ab dem 1. Juni auf Waren aus der EU Zölle in Höhe von 50 Prozent erheben zu wollen.

Trump warf der EU erneut vor, die Vereinigten Staaten im Handel systematisch zu benachteiligen. „Die Europäische Union, die im Grunde gegründet wurde, um die USA im Handel auszunutzen, ist extrem schwierig im Umgang“, schrieb er. Gespräche mit Brüssel bezeichnete er als „ergebnislos“.

EU-Kommission setzt auf Gespräch statt Eskalation

In Brüssel wollte man die Eskalation zunächst nicht kommentieren. Eine offizielle Reaktion der EU-Kommission blieb zunächst aus. Man wolle zunächst das für die kommenden Tage angesetzte Telefonat zwischen EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und US-Vertretern abwarten, hieß es aus Kommissionskreisen.

Die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche rief zur Besonnenheit auf: „Wir müssen verhandeln. Eine weitere Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt kennt keine Gewinner.“ Sie betonte die Bedeutung eines offenen Dialogs mit Washington.

Finanzmärkte reagieren nervös

Trumps Ankündigung blieb an den Finanzmärkten nicht ohne Wirkung: Der DAX rutschte im Tagesverlauf deutlich ins Minus, nachdem er zunächst stabil gestartet war. Auch der Euro gab seine frühen Kursgewinne wieder ab. Analysten warnten vor den wirtschaftlichen Folgen eines sich weiter verschärfenden Handelsstreits zwischen den USA und Europa.

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus verfolgt Trump eine aggressive Handelspolitik. Neben China stehen vor allem enge Partner wie die EU oder Kanada im Visier. Zwar sind viele der angekündigten Zölle aktuell noch ausgesetzt, um Verhandlungen Raum zu geben – doch der Ton wird rauer.

Trump setzt damit seine altbekannte Strategie fort, wirtschaftlichen Druck als Hebel in Handelsgesprächen zu nutzen.

Credit: APA

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