Alarmstufe Rot beim Staatsschutz: Ein neuer Bericht enthüllt dramatische Zustände in der rechtsextremen Szene. Die Zahl der Straftaten schießt durch die Decke, die Täter werden immer jünger und brutaler – und alte Symbole feiern ein gruseliges Comeback.
Es sind Zahlen, die sprachlos machen: Die rechtsextremen Straftaten in Österreich sind im Jahr 2024 regelrecht explodiert. Wie der aktuelle Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) aufzeigt, ist ein Anstieg von satten 23 Prozent zu verzeichnen. Wurden 2023 noch 1.208 Taten registriert, waren es im Jahr 2024 bereits 1.486 Fälle. Ein düsterer Rekord.
TikTok-Nazis und Kinderzimmer-Radikale
Die Szene wandelt sich rasant. Wie der Kurier berichtet, vollzieht sich ein gefährlicher Generationenwechsel. Die Täter sind fast ausschließlich männlich und erschreckend jung – teilweise sogar noch minderjährig. Sie radikalisieren sich in Windeseile über soziale Medien und wollen sich dann auf der Straße vor den „älteren Kameraden“ beweisen.
Es hat sich eine gefährliche Parallelwelt gebildet. Das DÖW spricht von einer „Festung“, die sich der Rechtsextremismus in den sozialen Netzwerken aufgebaut hat. Dort wird Hassrede normalisiert, bevor sie in physische Gewalt auf der Straße umschlägt.
Rückenwind aus den USA
Die heimischen Rechtsextremen vernetzen sich zudem immer stärker international. Der Blick geht dabei oft über den großen Teich. Wie das DÖW analysiert, erhofft sich die Szene durch die Politik von US-Präsident Donald Trump „internationalen Rückenwind“. Trotz teilweise antiamerikanischer Haltungen in der Szene gilt der starke Mann im Weißen Haus vielen als Vorbild für einen autoritären Umbau der Gesellschaft.
Quellen: DÖW, oe24.at, Kurier
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