Schock und Entsetzen: Angriff auf Krankenhaus in Gaza fordert zahlreiche Opfer

Schock und Entsetzen: Angriff auf Krankenhaus in Gaza fordert zahlreiche Opfer

Ein Angriff auf das Nasser-Krankenhaus im Gazastreifen hat weltweit für Entsetzen gesorgt. 19 Menschen, darunter fünf Journalisten, verloren ihr Leben. Die internationale Gemeinschaft reagiert mit scharfer Kritik.

Ein Angriff, der die Welt erschüttert

Es war ein Angriff, der die Welt in Atem hält: Im vierten Stock des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis schlugen israelische Raketen ein. Laut Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums starben dabei 20 Menschen, darunter auch Journalisten der renommierten Agenturen AP, Reuters und des Nachrichtensenders al-Jazeera. Augenzeugen berichten von einem doppelten Angriff – erst auf das Gebäude, dann auf die Rettungskräfte.

Internationale Empörung: „Unerträglich!“

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. US-Präsident Donald Trump sprach von einem „Alptraum“, der beendet werden müsse. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte den Angriff „unerträglich“. Auch das österreichische Außenministerium zeigte sich entsetzt und forderte einen sofortigen Waffenstillstand. „Angriffe auf Krankenhäuser sind ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht“, hieß es in einer Stellungnahme.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verlangte eine „sofortige, unparteiische Untersuchung“ und betonte, dass medizinisches Personal und Journalisten geschützt werden müssen. Der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, schloss sich an: „Stoppt die Angriffe auf das Gesundheitswesen. Waffenstillstand jetzt!“

Netanjahu: „Tragisches Unglück“

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu drückte sein Bedauern aus und sprach von einem „tragischen Unglück“. Gleichzeitig betonte er, dass der Krieg gegen die Hamas gerecht sei. „Unsere Ziele sind die Bezwingung der Hamas und die Rückkehr unserer Geiseln“, so Netanjahu. Das israelische Militär versprach eine transparente Untersuchung des Vorfalls.

Journalisten unter Beschuss

Besonders tragisch: Unter den Opfern befanden sich auch fünf Journalisten. Die Nachrichtenagentur AP bestätigte den Tod ihrer freien Mitarbeiterin Mariam Dagga, die einen zwölfjährigen Sohn hinterlässt. Reuters und al-Jazeera trauern ebenfalls um ihre Kollegen. Laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) wurden seit Beginn des Gaza-Kriegs fast 200 Journalisten getötet – die meisten davon Palästinenser.

Ein Wendepunkt?

Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) zeigte sich „empört und schockiert“. „Das muss ein Wendepunkt sein“, forderte der Verband und appellierte an internationale Führungspersönlichkeiten, mehr für den Schutz von Journalisten zu tun.

Credits: APA

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