Die USA stehen unter Schock: Zwei brutale Gewalttaten erschütterten das Land am Donnerstag. In Michigan raste ein Mann mit einem Fahrzeug in eine Synagoge, während in Virginia ein Schütze in einem Hörsaal das Feuer eröffnete. Beide Täter wurden getötet, doch die Hintergründe werfen viele Fragen auf.
Angriff auf Synagoge in Michigan
In West Bloomfield, einem Vorort von Detroit, raste ein 41-jähriger Mann mit einem Pickup in die Synagoge „Temple Israel“, die auch eine Vorschule beherbergt. Laut FBI handelt es sich um einen gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinde. Der Täter, ein im Libanon geborener US-Bürger, hatte offenbar vor wenigen Tagen mehrere Familienmitglieder bei einem israelischen Angriff im Libanon verloren. Wie die „Detroit Free Press“ berichtet, war der Mann „am Boden zerstört“.
Das Sicherheitspersonal der Synagoge reagierte schnell und eröffnete das Feuer auf den Angreifer. Dieser kam ums Leben, doch ob er durch die Schüsse oder auf andere Weise starb, ist noch unklar. „Es ist unfassbar, dass so etwas passiert“, sagte US-Präsident Donald Trump und sprach der jüdischen Gemeinde sein Mitgefühl aus. Auch Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer verurteilte den Angriff scharf: „Antisemitismus hat in Michigan keinen Platz.“
Glücklicherweise blieben die 140 Kinder der Vorschule unverletzt. Dennoch mussten 30 Polizisten wegen Rauchvergiftungen ins Krankenhaus, da das Fahrzeug des Täters nach dem Aufprall in Flammen aufging.
Schüsse an Universität in Virginia
Fast zeitgleich ereignete sich an der Old Dominion University in Norfolk, Virginia, eine weitere Tragödie. Ein Mann, der als Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat bekannt war, stürmte einen Hörsaal und eröffnete das Feuer. Dabei tötete er eine Person und verletzte zwei weitere, bevor er von Studenten des Reserveoffiziers-Ausbildungscorps (ROTC) überwältigt und getötet wurde. Laut FBI rief der Täter „Allahu Akbar“, bevor er schoss.
Der Schütze, Mohamed Jalloh, war 2016 wegen Unterstützung des IS verurteilt worden und 2024 aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Ermittlungen laufen, doch die Tat wirft erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in den USA.
Angst vor weiteren Angriffen
Die beiden Vorfälle heizen die Debatte über die Sicherheitslage in den USA weiter an. Besonders jüdische und muslimische Gemeinden sind alarmiert, da die Spannungen durch den Iran-Krieg und die jüngsten Luftangriffe in der Region zunehmen. „Was in der Welt geschieht, wirkt sich manchmal auf uns aus“, sagte Michael Bouchard, Sheriff von Oakland County.
Die Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen vor religiösen Einrichtungen im ganzen Land verstärkt. Doch die Angst bleibt: Werden solche Angriffe zur neuen Normalität?
Quellen: Exxpress, DIE ZEIT, ZDFheute
Credits: APA, AFP, dpa
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