Schock im Flüchtlingslager: 17-Jährige entgeht nur knapp einer Steinigung nachdem sie sich der Zwangsheirat verweigerte

Schock im Flüchtlingslager: 17-Jährige entgeht nur knapp einer Steinigung nachdem sie sich der Zwangsheirat verweigerte

Ein erschütternder Vorfall aus dem berüchtigten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sorgt für Entsetzen: Eine 17-Jährige aus Afghanistan wurde beinahe gesteinigt, nachdem sie sich weigerte, eine arrangierte Ehe einzugehen. Wie die griechische Nachrichtenplattform Tovima und die Greek City Times berichten, war die Mutter des Mädchens an der geplanten Zwangsheirat beteiligt. Als die Tochter sich widersetzte, organisierte die Lagergemeinschaft die brutale Bestrafung.

Chaos und Gewalt im Lager Moria

Das Flüchtlingslager Moria, ursprünglich für 3.000 Menschen ausgelegt, beherbergte zeitweise bis zu 20.000 Personen. Laut der griechischen Gesundheitsministerin Eirini Agapidaki herrschten dort chaotische Zustände, geprägt von Drogen- und Menschenhandel. Besonders gefährdet waren unbegleitete Minderjährige, wie Agapidaki in einem Interview mit dem Sender Mega Channel erklärte. Die Behörden hatten zu Beginn nicht einmal verlässliche Daten über die Anzahl der Kinder im Lager.

Rettung in letzter Sekunde

Das betroffene Mädchen wurde nach dem Angriff in eine sichere Einrichtung für unbegleitete Minderjährige gebracht. Dort konnte sie sich erholen und zeigte laut Agapidaki beeindruckende schulische Leistungen. Dieser seltene Lichtblick steht im krassen Gegensatz zu den sonst katastrophalen Bedingungen im Lager.

Ein Lager voller Leid

Das Lager Moria wurde 2020 durch einen verheerenden Brand zerstört, der rund 13.000 Menschen obdachlos machte. Papst Franziskus bezeichnete die Zustände dort einst als „Konzentrationslager“. Doch auch das Nachfolgelager Kara Tepe steht wegen Überfüllung und schlechter Infrastruktur in der Kritik.

Verschärfte Migrationspolitik in Griechenland

Unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat Griechenland seine Migrationspolitik deutlich verschärft. Neben verlängerten Abschiebehaftzeiten und hohen Geldstrafen für illegale Einreisen wurde ein neues Altersfeststellungsverfahren eingeführt, um falsche Angaben zu verhindern.

Quellen: exxpress.at, greekcitytimes.com, tovima.gr
Credits: APA

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