Kärnten steht unter Schock: Der verheerende Waldbrand im Lesachtal hat 110 Hektar Wald zerstört und die Einsatzkräfte an ihre Grenzen gebracht. Nun gibt es erste Fortschritte bei den Ermittlungen.
Glutnester und Regen: Die Lage vor Ort
Am siebten Tag des Großeinsatzes kämpfen Feuerwehrleute weiterhin gegen Glutnester. Laut APA sorgten 15 Liter Regen pro Quadratmeter für eine leichte Entspannung, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. „Die Nachlöscharbeiten sind extrem anstrengend“, erklärte Feuerwehrsprecher Florian Jost. Unterstützt werden die lokalen Einsatzkräfte von Katastrophenhilfszügen aus Wolfsberg und Völkermarkt. Auch Drohnen mit Wärmebildkameras kommen zum Einsatz, um versteckte Glutnester aufzuspüren.
Erste Verdächtige im Visier der Ermittler
Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren. Wie Polizeisprecher Matthias Kogelnig gegenüber der APA bestätigte, wurden bereits erste Verdächtige einvernommen. „Die Ermittlungen sind in vollem Gange“, so Kogelnig. Medienberichte, wonach eine weggeworfene Zigarette den Brand ausgelöst haben könnte, wurden bislang nicht bestätigt. Es wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Herbeiführung einer Feuersbrunst ermittelt.
Größter Waldbrand in Kärntens Geschichte
Landeshauptmann Daniel Fellner sprach von der „größten Brandkatastrophe, die Kärnten je erlebt hat“. Er dankte den Einsatzkräften und appellierte an Unternehmen, Feuerwehrleuten Sonderurlaub für den Einsatz zu gewähren. „Die Solidarität in der Region ist beeindruckend“, so Fellner.
Heldenhafter Einsatz der Feuerwehr
Mit bis zu 300 Einsatzkräften, sieben Hubschraubern und unermüdlichem Einsatz gelang es, die Ausbreitung der Flammen zu stoppen. „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Bundesheer war vorbildlich“, lobte ein Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Hermagor.
Was bleibt, ist die Frage nach dem Warum
Während die Einsatzkräfte weiterhin gegen die letzten Glutnester kämpfen, bleibt die Frage nach der Ursache des verheerenden Feuers offen. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, Licht ins Dunkel zu bringen.
Quellen: oe24.at, heute.at, dolomitenstadt.at, suedtirolnews.it, derstandard.at
Credits: APA
Neueste Kommentare