Schnee-Wahnsinn: Steiermark isoliert – Nichts geht mehr!

Schnee-Wahnsinn: Steiermark isoliert – Nichts geht mehr!

Ein Wintereinbruch historischen Ausmaßes legt die Grüne Mark komplett lahm. Tausende sitzen im Kalten, Autobahnen sind dicht und Einsatzkräfte am Limit. Die Behörden schlagen Alarm: Bleiben Sie zu Hause!

Frau Holle kennt keine Gnade und schüttet die Steiermark seit Stunden mit massiven Schneemassen zu. Die Folgen sind fatal: Das Bundesland ist verkehrstechnisch praktisch von der Außenwelt abgeschnitten. Der ÖAMTC findet im Gespräch mit der APA drastische Worte für die aktuelle Lage: „Die Steiermark ist de facto für den Individualverkehr nicht mehr erreichbar.“

Autobahnen gleichen Parkplätzen

Wer heute Vormittag ins Auto gestiegen ist, bereut es bitter. Auf den Hauptverkehrsadern herrscht totaler Stillstand. Wie oe24.at berichtet, sind sowohl die Pyhrnautobahn (A9) als auch die Südautobahn (A2) an mehreren Stellen komplett blockiert. Hängengebliebene Lkws und zahlreiche Unfälle sorgen dafür, dass sich kilometerlange Staus bilden.

Besonders dramatisch ist die Lage auf der A9: Gleich an vier Stellen ging hier zeitweise gar nichts mehr. Auch die wichtigen Ausweichrouten über die S6 sind dicht, weil Tunnel gesperrt werden mussten. Autofahrer berichten von stundenlangem Ausharren in der Kälte.

Rotes Kreuz versorgt Frierende

Die Situation auf den Straßen ist so prekär, dass nun sogar Helfer ausrücken müssen, um die Menschen in den Staus zu versorgen. Wie das Rote Kreuz aus dem Bezirk Leoben mitteilt, sind Mannschaften unterwegs, um Decken und warme Getränke an die verzweifelten Insassen zu verteilen. „Die Menschen hier harren zum Teil seit Stunden in ihren Fahrzeugen aus“, schildert ein Offizier die dramatischen Szenen.

30.000 Haushalte ohne Strom

Doch nicht nur auf den Straßen herrscht Ausnahmezustand. Der schwere, nasse Schnee lässt reihenweise Bäume umknicken wie Streichhölzer. Diese stürzen auf Stromleitungen und kappen die Versorgung. Wie die Kleine Zeitung unter Berufung auf die Energie Steiermark schreibt, saßen zeitweise bis zu 30.000 Haushalte im Dunkeln. Die Techniker kämpfen sich durch die Schneemassen, doch es kommen laufend neue Störungen hinzu.

Handy-Alarm schreckt Bevölkerung auf

Die Behörden greifen nun zu drastischen Mitteln. Am Vormittag heulten auf zehntausenden Handys die Sirenen: Das Land löste den sogenannten „AT-Alert“ aus. In einer dringenden Warnnachricht wurden die Bewohner der betroffenen Bezirke – darunter Graz-Umgebung, Leibnitz und Deutschlandsberg – aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Auch MeinBezirk.at warnt eindringlich vor der Gefahr durch Schneebruch in Wäldern und Parks. Die Wetter-Experten machen wenig Hoffnung auf schnelle Besserung: Die Schneefälle sollen noch anhalten. Die klare Botschaft aller Einsatzkräfte lautet: Wer nicht unbedingt muss, lässt das Auto heute stehen!

Quellen: oe24.at, Kleine Zeitung, MeinBezirk.at, ORF
Credits: APA

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