Ein widerlicher Skandal erschüttert die italienische Politik bis ins Mark! Kriminelle haben private und offizielle Fotos von Spitzenpolitikerinnen, darunter sogar Premierministerin Giorgia Meloni, gestohlen, manipuliert und auf einer einschlägigen Webseite veröffentlicht. Die Bilder zeigen die Frauen in erniedrigenden Sex-Posen – ein gezielter Angriff auf ihre Würde.
Dreiste Foto-Fälschungen auf Porno-Plattform
Die perfide Plattform „Phica.eu“ steht im Zentrum des Skandals. Der Name selbst, ein vulgäres italienisches Wort für das weibliche Geschlechtsorgan, lässt tief blicken. Auf dieser Seite wurden, wie oe24.at berichtet, unzählige Bilder von Frauen ohne deren Zustimmung veröffentlicht. Neben zahlreichen unbekannten Opfern finden sich auch die Gesichter der mächtigsten Frauen Italiens.
Betroffen sind neben Regierungschefin Giorgia Meloni auch ihre Schwester Arianna Meloni und Oppositionsführerin Elly Schlein. Doch die Liste geht weiter: Tourismusministerin Daniela Santanchè und Universitätsministerin Anna Maria Bernini wurden ebenfalls Opfer der Schmutz-Kampagne. Die Täter bedienten sich offenbar aus den sozialen Netzwerken der Politikerinnen, fälschten die Bilder und versahen sie mit vulgären und sexistischen Kommentaren.
Politikerinnen wehren sich: Anzeigenflut gegen die Täter
Die betroffenen Frauen lassen sich diesen Angriff nicht gefallen und schlagen mit aller Härte zurück. Die sozialdemokratische EU-Abgeordnete Alessandra Moretti brachte den Stein ins Rollen. Sie entdeckte, dass seit Jahren heimlich Aufnahmen von ihr manipuliert und geteilt wurden. „Ich habe Strafanzeige gegen die Plattform erstattet“, erklärte sie entschlossen gegenüber Medien.
Ihrem Beispiel folgten weitere Politikerinnen. Die Abgeordnete Lia Quartapelle reichte ebenfalls Anzeige ein. Auch Ex-Abgeordnete Alessia Morani kündigte rechtliche Schritte an und fand klare Worte: „Die Seite hat ohne meine Zustimmung Bilder von meinen sozialen Netzwerken genommen, unter denen obszöne und inakzeptable Kommentare stehen, die meine Würde als Frau verletzen.“
Cyber-Polizei jagt die Verantwortlichen
Der Fall hat inzwischen höchste Priorität bei den Behörden. Die italienische Polizei für Cyberkriminalität hat die Ermittlungen gegen das Portal, das bereits seit 2005 existieren und über 200.000 Nutzer haben soll, aufgenommen. Nun wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Drahtzieher hinter dieser abscheulichen Verleumdungskampagne ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Der Skandal zeigt einmal mehr die dunklen Seiten des Internets und wie gezielt Frauen im öffentlichen Leben zum Ziel von Hass und sexueller Herabwürdigung gemacht werden.
Credits: APA
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