Russland will Friedensgespräche mit Ukraine fortsetzen – trotz Streitpunkten

Russland will Friedensgespräche mit Ukraine fortsetzen – trotz Streitpunkten

Russland bekräftigt erneut, dass es im eigenen Interesse liege, die Friedensverhandlungen mit der Ukraine fortzuführen. Das erklärte der Kreml am Montag in Moskau und widerspricht damit der Wahrnehmung, Moskau wolle den Dialog verlassen. (Reuters berichtet dazu aktuell.)

Moskau betont Verhandlungsbereitschaft

Wie Reuters am Montag zitierte, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskov, Russland wolle eine politische und diplomatische Lösung des Konflikts und halte die Friedensgespräche weiterhin für wichtig. „Wir bleiben offen für diese Verhandlungen“, sagte er. Zugleich sei es „in unseren eigenen Interessen“, den Dialog mit der Ukraine nicht abzubrechen.

Wo der Konflikt stockt

Trotz dieser Beteuerung ist der Friedensprozess seit Wochen weitgehend blockiert. Ein Kernstreitpunkt bleibt die Frage um die umstrittenen Gebiete im Osten der Ukraine, insbesondere die Region Donbas, die Russland von der Ukraine verlangt – Forderungen, die Kiew bislang vehement ablehnt. Ohne Zugeständnisse an territoriale Fragen erscheinen viele Verhandlungsschritte schwer realisierbar.

Auch vergangene Gesprächsrunden in Genf zeigten dieses Dilemma: Russische und ukrainische Delegationen sprachen zwar miteinander, konkrete Durchbrüche blieben aber aus. Beide Seiten sagten neue Treffen zu, ohne verbindliche Zeitpläne zu nennen.

Internationale Vermittlungsbemühungen

Der diplomatische Prozess läuft nicht allein zwischen Moskau und Kiew. Unter internationaler Vermittlung, unter anderem durch die USA, kam es in den vergangenen Monaten zu verschiedenen Runden, bei denen auch Vertreter Dritter involviert waren. US-Regierungsvertreter betonen seit Monaten, dass eine friedliche Beendigung des Kriegs nur durch Verhandlung möglich sei – und nicht allein durch militärische Mittel.

Russlands wiederholte Einladung an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskiy zu Gesprächen in Moskau war ein weiterer diplomatischer Schritt, der allerdings bislang keine Antwort seitens Kiew erbrachte.


• Reuters: „Kremlin says continuing talks with Ukraine is in Russia’s own interests“ – aktuelles Statement des Kremls
• Reuters: „Ukraine dissatisfied with ‚difficult‘ talks, US sees ‚meaningful progress’“ – neuere Friedensgespräche in Genf
• Reuters: „Russia says Zelenskiy invited to Moscow peace talks“ – Einladung an Zelenskiy
• Instagram-Statement Russlands über die Notwendigkeit von Verhandlungen

Credits: APA

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