Russische Raketen schlagen an der Grenze ein – polnische Kampfjets starten

Russische Raketen schlagen an der Grenze ein – polnische Kampfjets starten

Alarmstarts der polnischen Luftwaffe in der Nacht auf heute: Russische Raketen und Drohnen schlugen in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk nahe der Grenze zu Polen ein, mehrere Menschen wurden getötet.

Laut „RBK Ukraine“ trafen die Angriffe gezielt das Stadtzentrum von Iwano-Frankiwsk. Die örtliche Militärverwaltung bestätigt Opfer unter der Zivilbevölkerung, ohne genaue Zahlen zu nennen. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Das frühere Stanislau war von 1772 bis 1918 österreichisch und hat nun 240.000 Einwohner, aktuell dient die Stadt als Nachschub-Basis für die ukrainische Armee.

Polen aktiviert Kampfjets zum Schutz

Polen reagierte sofort: Kampfjets wurden abgeschossen, um den polnischen Luftraum zu schützen, wie aus einer Erklärung des polnischen Einsatzführungskommandos hervorgeht. In Warschau betonte man, dies diente der Sicherheit alliierter Flugkorridore entlang der Grenze zur Ukraine.

Selenskyj drängt auf Verhandlungen

Präsident Wolodymyr Selenskyj kommentierte die Angriffe als „Teil von Russlands andauerndem Terrorfeldzug“. Im gleichen Atemzug erneuerte er seinen Vorstoß für Friedensgespräche an höchster Ebene: Kiew habe einen neuen Gesprächsvorschlag an Moskau geschickt, mit einem Treffen auf Führungsebene „bereits in wenigen Tagen“, so Selenskyj in einer Videobotschaft.

Selenskyj fordert konkrete Schritte wie:

  • persönliche Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin
  • ernsthafte Diskussionen zur Waffenruhe, begleitet von Rückgabe von Gefangenen und Leichen
  • Ausbau der Flugabwehr-Fähigkeiten durch westliche Unterstützung

Massiver Luftangriff hält an

Nach Angaben Selenskyjs wurden allein in den vergangenen Stunden mehr als 300 Drohnen und 30 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Städte wie Odessa, Sumy, Lwiw und Iwano‑Frankiwsk erlitten schwere Schäden. Feuerwehren berichten von Stromausfällen, Explosionen und Trümmern auf Straßen.

Selenskyj unterstreicht, dass Gespräche mit Russland unumgänglich seien, um eine dauerhafte Waffenruhe und letztlich Frieden zu erreichen. Der Präsident warnte jedoch, Moskau dürfe sich nicht hinter Forderungen nach dem Abzug westlicher Militärhilfen verstecken. Ohne konkrete Zugeständnisse bleibe jede Verhandlungsrunde folgenlos.

Credit: APA

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