Russen-Attacke auf Meinl-Reisinger: Jetzt wird es persönlich

Russen-Attacke auf Meinl-Reisinger: Jetzt wird es persönlich

Der Ton zwischen Wien und Moskau wird rauer. Im Zentrum des neuesten diplomatischen Gefechts: Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger und der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew. Dieser ist bekannt für seine scharfen Worte und schießt nun auf seinem Telegram-Kanal erneut scharf gegen die NEOS-Politikerin – mit persönlichen Angriffen und Spott.

Wodka-Spott und wirre Vorwürfe

Der Zoff eskaliert weiter. Medwedew, heute stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, warf Meinl-Reisinger vor, im „Schnapsrausch“ zu handeln. Wie oe24 berichtet, legte Medwedew am Montag mit wüsten Beschimpfungen nach. Auslöser ist Meinl-Reisingers Haltung zur österreichischen Neutralität und einem möglichen NATO-Beitritt, die der Kreml-Hardliner als widersprüchlich empfindet.

Zuerst habe die Außenministerin einen NATO-Beitritt ins Spiel gebracht, nun schlage sie Wien als neutralen Ort für Friedensverhandlungen vor. Für Medwedew ein klarer Widerspruch. „Der Rausch des österreichischen Schnapses scheint verflogen zu sein, Beate ist jetzt nüchtern und hat große Angst“, höhnte er auf seinem Telegram-Kanal. Dazu legte er der Ministerin nahe, sie hätte im Geschichtsunterricht besser aufpassen sollen.

Meinl-Reisinger kontert kühl

Die Attacken aus Moskau sind nicht neu. Bereits Ende August hatte Medwedew Österreich für den Fall eines NATO-Beitritts offen mit militärischer Gewalt gedroht. Doch Meinl-Reisinger lässt sich nicht einschüchtern. Sie konterte damals entschieden: „Es sind ausschließlich die Österreicher, die souverän und frei über unsere Sicherheit und unsere Freiheit entscheiden – und definitiv nicht Russland.“

Die Außenministerin macht klar, dass Neutralität allein keinen Schutz mehr biete. Angesichts eines „zunehmend aggressiven Russlands“ müsse Österreich in seine Verteidigung investieren und dürfe auch vor Debatten über neue Partnerschaften nicht zurückschrecken.

Medwedew als Putins „Mann fürs Grobe“

Dmitri Medwedew gilt im Kreml als der Mann, der ausspricht, was andere vielleicht nur denken. Seine Drohgebärden richten sich nicht nur gegen Österreich. Ebenfalls am Montag drohte er laut Berichten damit, die EU-Staaten „bis zum Ende des Jahrhunderts zu verfolgen“, sollten eingefrorene russische Gelder für die Ukraine verwendet werden. Der verbale Schlagabtausch zwischen Wien und Moskau dürfte damit in die nächste Runde gehen.

Credits: APA

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