Rubio nennt Hormuz-Blockade eine „wirtschaftliche Atomwaffe“ – und sieht darin Beweis gegen Atombombe

Rubio nennt Hormuz-Blockade eine „wirtschaftliche Atomwaffe“ – und sieht darin Beweis gegen Atombombe

US-Außenminister Marco Rubio hat im Fox-News-Interview eine bemerkenswerte Analogie gezogen: Irans Kontrolle über die Straße von Hormuz sei wie eine wirtschaftliche Atomwaffe – und zeige genau, warum Teheran nie eine echte haben dürfe.

Das Zitat, das aufhorchen lässt

US-Außenminister und Nationaler Sicherheitsberater Marco Rubio wählte in einem Fox-News-Interview starke Worte. Wie oe24 unter Berufung auf APA/AFP berichtete, sagte er: „Die Straße von Hormuz ist im Grunde eine wirtschaftliche Atomwaffe, die sie versuchen, gegen die Welt einzusetzen – und sie geben damit an.“ Sein Schluss daraus: Wenn Iran schon mit einer Seeblockade die gesamte Region in Geiselhaft nehme, sei es unvorstellbar, was ein solches Regime mit einer echten Atomwaffe täte. „Dann würden sie die ganze Region zur Geisel nehmen“, so Rubio.

Hormuz: Engpass mit globalen Folgen

Die Straße von Hormuz verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman – und damit mit den globalen Seerouten in den Indischen Ozean. Wie oe24 berichtete, lässt Iran seit Kriegsbeginn vor rund zwei Monaten kaum Schiffe passieren. Durch die Meerenge fließt ein erheblicher Teil der weltweiten Rohöl- und Flüssiggaslieferungen aus den Golfstaaten. Die Folge: steigende Energiepreise auf den Weltmärkten. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um Teherans Ölexporteinnahmen abzuschneiden.

Atomprogramm: Rubio will keine Hintertüren

Die eigentliche Botschaft hinter Rubios Interview ist eine Absage an jeden Versuch, das Atomprogramm aus den laufenden Verhandlungen auszuklammern. Teheran hat jüngst einen Friedensvorschlag vorgelegt, der eine Öffnung von Hormuz und ein Kriegsende vorsieht – die Atomfrage soll erst danach separat verhandelt werden. Wie oe24 berichtete, hatte Trump diesen Vorschlag bereits mit Skepsis aufgenommen. Rubio ließ offen, welche Konsequenzen Washington zieht, falls Iran weiterhin keine Verhandlungen über sein Nuklearprogramm akzeptiert.

Teheran dementiert nach wie vor Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf seinem Recht zur Urananreicherung für zivile Zwecke. Die Verhandlungen zwischen beiden Seiten stecken trotz laufender Waffenruhe in einer Sackgasse.

Credits: APA

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