Roter Höhenflug in Graz: KPÖ zieht in Umfragen allen davon

Roter Höhenflug in Graz: KPÖ zieht in Umfragen allen davon

Drei Monate vor der Grazer Gemeinderatswahl am 28. Juni zeichnet sich ein klares Bild ab: Die KPÖ sitzt fest im Sattel. Damit dürfen sich die Kommunisten rund um Bürgermeisterin Elke Kahr auf einen fulminanten Wahlerfolg einstellen. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek bringt die politische Konkurrenz gehörig ins Schwitzen.

Kommunisten knacken die 30-Prozent-Marke

Die aktuellen Zahlen sprechen Bände. Laut der von Hajek durchgeführten Sonntagsfrage im Auftrag der „Kleinen Zeitung“ (615 Befragte, Schwankungsbreite +/- 4 Prozent) thront die KPÖ mit satten 31 Prozent unangefochten an der Spitze. Damit würden sie ihr bereits starkes Ergebnis von 28,8 Prozent aus dem Jahr 2021 sogar noch ausbauen.

Weit abgeschlagen dahinter entbrennt ein erbitterter Kampf um den zweiten Platz. Wie das Nachrichtenportal oe24.at zusammenfasst, stürzt die ÖVP auf 20 Prozent ab (2021: 25,9 Prozent). Dicht auf den Fersen ist den Schwarzen die FPÖ. Die Freiheitlichen können sich über kräftigen Rückenwind freuen und kommen auf 18 Prozent – ein massiver Sprung nach oben, verglichen mit den 10,6 Prozent bei der letzten Wahl.

Grüne und Rote im freien Fall

Bittere Nachrichten gibt es für die Grünen und die SPÖ. Wie die Tiroler Tageszeitung aus den Umfragedaten zitiert, rutschen die Grünen mit Vizebürgermeisterin Judith Schwentner auf 14 Prozent ab. Noch dramatischer sieht es für die Sozialdemokraten aus, die bei mageren 8 Prozent herumgrundeln und sich den fünften Platz nun mit den aufstrebenden NEOS teilen müssen. Die Korruptionsfreien (KFG) spielen mit 1 Prozent de facto keine Rolle mehr.

Kahr dominiert die Bürgermeister-Frage

Nicht nur bei der Parteipräferenz, auch bei der direkten Frage nach dem Bürgermeisteramt deklassiert Elke Kahr ihre Herausforderer. Das Portal 5min.at hebt hervor, dass Kahr in einer fiktiven Direktwahl unglaubliche 43 Prozent der Stimmen absahnen würde. Ihr schärfster Verfolger, ÖVP-Chef Kurt Hohensinner, kommt gerade einmal auf 18 Prozent. FPÖ-Kandidat René Apfelknab landet bei 7 Prozent, während die restlichen Kandidaten von Grünen, NEOS und SPÖ jeweils bei mickrigen 2 bis 3 Prozent herumdümpeln.

Die Grazer haben am 28. Juni das Wort, doch die Richtung scheint bereits jetzt klar vorgegeben.

Quelle: Kleine Zeitung, oe24.at, News.at, Tiroler Tageszeitung, 5min.at
Credits: APA

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