Rote Rosen oder teure Seifenoper? Bablers SPÖ-TV startet – finanziert aus Steuergeld

Rote Rosen oder teure Seifenoper? Bablers SPÖ-TV startet – finanziert aus Steuergeld

Während klassische Medienhäuser ums Überleben kämpfen, startet die SPÖ unter Andreas Babler ihren eigenen TV-Kanal. Das Projekt nennt sich „SPÖeins“ und soll die Partei nach mageren Umfragewerten wieder ins rechte Licht rücken. Doch die Finanzierung sorgt für Zündstoff: Bezahlt wird der rote Sender mit Steuergeldern aus der Parteienförderung.

Steuergeld für Parteimedien: Ein umstrittener Trend

Die SPÖ ist nicht die erste Partei, die auf eigene Medien setzt. Sie folgt damit einem Weg, den zuvor bereits die FPÖ eingeschlagen hat. Während traditionelle Zeitungen und Sender mit massiven Kürzungen zu kämpfen haben – was oft zu Jobabbau führt – scheint für parteieigene Projekte genug Geld da zu sein. Besonders pikant: Die Parteienförderung, aus der diese Vorhaben bezahlt werden, blieb von den jüngsten Budgetkrisen unberührt. Die SPÖ, die in Umfragen zuletzt unter die 20-Prozent-Marke gefallen ist, versucht nun also mit eigenem Kanal, ihre Botschaften direkt an den Wähler zu bringen.

Generalprobe im MuseumsQuartier

Ein erster Probelauf für „SPÖeins“ fand, wie die Zeitung „Heute“ berichtet, bereits beim SPÖ-Themenrat im Wiener MuseumsQuartier statt. Das frischgebackene TV-Team führte Interviews, unter anderem mit Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner, und übertrug die Veranstaltung live auf der Partei-Webseite. Der Auftritt, der unter dem Motto „Dein Zuhause, unser Auftrag“ stand, kann online nachgesehen werden. Neben Parteichef Babler sprachen auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und weitere Funktionäre.

Offizieller Start am Nationalfeiertag

Der offizielle Startschuss für den YouTube-Kanal „SPÖeins“ soll am Nationalfeiertag fallen. Der Kanal selbst existiert bereits und präsentiert sich in einem auffälligen Grün, wie „Newsflix“ zuerst meldete. Als Moderatorin wurde Anna Ernst vorgestellt, die das Gesicht des neuen Senders sein wird. Ob das teure TV-Projekt die SPÖ aus dem Umfragetief holen kann oder nur eine kostspielige Episode im politischen Theater bleibt, wird sich zeigen.

Quelle: Heute
Credits: APA

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