Das bange Warten hat endlich ein Ende. Inmitten der eskalierenden Lage im Nahen Osten läuft eine groß angelegte Rettungsaktion auf Hochtouren. Am Mittwochabend soll ein rettender Charterflug aus der omanischen Hauptstadt Maskat sicher am Flughafen Wien-Schwechat aufsetzen. Mit an Bord: rund 180 Österreicher, die das Krisengebiet schnellstens hinter sich lassen wollen.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger bestätigte diese wichtige Evakuierungsmaßnahme am Dienstag nach einer Dringlichkeitssitzung des Krisenstabs in Wien. Die Regierung versichert, dass alles Menschenmögliche getan wird, um die Bürger sicher nach Hause zu bringen.
Ein logistischer Kraftakt
Die Dimensionen dieser Krise sind enorm. Aktuell sind knapp 18.000 österreichische Staatsbürger in der gesamten Krisenregion registriert. Davon gelten etwa 2.500 als Reisende, die von der rasanten Verschlechterung der Sicherheitslage völlig überrascht wurden. Der größte Teil dieser Urlauber und Geschäftsreisenden, nämlich rund 1.600 Personen, befindet sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Bereits am vergangenen Sonntag konnte ein erster Flug für besonders schutzbedürftige Personen erfolgreich durchgeführt werden. Nun wird die Mission mit Nachdruck fortgesetzt. Da der Luftraum über Saudi-Arabien teilweise gesperrt ist und zivile Flüge in weiten Teilen der Region komplett ausfallen, gestaltet sich die Ausreise extrem schwierig. Der Luftraum über dem Oman ist jedoch weiterhin offen und bietet ein rettendes Nadelöhr.
Riskante Flucht über den Landweg
Ein direkter Flug ist aber nicht die einzige Option, an der fieberhaft gearbeitet wird. Das Außenministerium setzt alle Hebel in Bewegung, um auch den Landweg zu nutzen. Die Behörden organisieren spezielle Bustransporte, um Ausreisewillige aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar sicher nach Riad oder Maskat zu bringen. Kürzlich wurde sogar ein Buskonvoi für 200 Personen bereitgestellt, letztlich nutzten jedoch nur 40 Menschen diese Fluchtmöglichkeit. Der Appell des Krisenstabs ist unmissverständlich: Wer in Not ist, soll sich umgehend an die lokalen Botschaften wenden.
Höchste diplomatische Ebene eingeschaltet
Hinter den Kulissen laufen die Telefondrähte heiß. Bundeskanzler Christian Stocker hat am Dienstag persönlich zum Hörer gegriffen, um internationale Unterstützung zu sichern. Er telefonierte direkt mit den Präsidenten von Zypern und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie dem Premier von Kuwait. Das erfreuliche Ergebnis: Sowohl die VAE als auch Kuwait haben fest zugesagt, bei der Ausreise der gestrandeten Österreicher zu helfen.
Diese enge Abstimmung zeigt, dass auf allen Ebenen gekämpft wird, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Und die Bemühungen reißen nicht ab: Wie vienna.at berichtet, könnte bereits am Donnerstag der nächste Charterflug in Richtung Heimat abheben.
Quellen: oe24.at, krone.at, puls24.at, vienna.at
Credits: APA
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