Es brodelt in Österreichs Pensionisten-Szene! Nach der Ankündigung der Regierung, die Pensionen für 2026 nur um magere 2,25 Prozent zu erhöhen, gehen die Senioren auf die Barrikaden. Während die Inflation mit 2,7 Prozent an den Ersparnissen nagt, fühlen sich viele um ihre wohlverdiente Anpassung betrogen. Besonders der SPÖ-nahe Pensionistenverband (PVÖ) schlägt jetzt Alarm und ruft zum Protest auf.
„Warnschuss“ vor dem Parlament
Die Enttäuschung sitzt tief. Statt der vollen Inflationsabgeltung gibt es für viele nur ein kleines Plus, das die Teuerung nicht einmal ausgleicht. Wie oe24.at berichtet, plant der Pensionistenverband deshalb für Montagnachmittag eine „Medienaktion“ mit 150 Teilnehmern direkt vor dem Parlament. Es soll ein erster „Warnschuss“ an die Regierung sein, die den Beschluss ohne die Zustimmung der Seniorenvertreter gefasst hat.
Die Präsidentin des Pensionistenverbands, Birgit Gerstorfer, fand bereits im Vorfeld deutliche Worte. Gegenüber dem ORF Oberösterreich erklärte sie, die Pensionisten seien verärgert, weil man ihnen ursprünglich eine volle Anpassung versprochen habe. Viele hätten durch die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge bereits einen großen Beitrag geleistet.
Regierung beschließt unter Protest
Die Regierung hat die Pensionsanpassung im Alleingang durchgedrückt, wie die Kleine Zeitung berichtet. Die Verhandlungen mit den Seniorenvertretern endeten am Donnerstag ohne Ergebnis. Die Regierung will mit dem geringeren Plus mindestens 300 Millionen Euro einsparen. Für Renten über 2.500 Euro gibt es statt einer prozentualen Erhöhung nur noch einen Fixbetrag von 67,50 Euro monatlich.
Der Pensionistenverband argumentiert auf seiner Webseite, dass ein Ausgleich in Höhe der Inflation keine echte Erhöhung sei, sondern lediglich den Kaufkraftverlust verhindere. Die Politik würde dies jedes Jahr fälschlicherweise als großzügige Geste verkaufen.
Drohung mit Massenprotesten
Die Aktion am Montag soll erst der Anfang sein. PVÖ-Präsidentin Gerstorfer warnt die Regierung eindringlich: „Wenn die Regierung glaubt, sie kann nächstes Jahr dasselbe noch einmal probieren, dann muss sie damit rechnen, dass zehntausende Pensionisten in ganz Österreich auf die Straße gehen.“ Der Kampf um eine faire und wertgesicherte Pension hat gerade erst begonnen.
Quelle: oe24.at
Credits: APA
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