René Benko, der einstige Immobilien-Tycoon und Gründer der Signa Holding, kämpft um seine Freiheit – und das pünktlich zu Weihnachten. Nach fast einem Jahr in Untersuchungshaft hofft der 48-Jährige, die Feiertage bei seiner Familie verbringen zu können. Sein Anwalt Norbert Wess hat einen Enthaftungsantrag gestellt, der noch vor Heiligabend vom Wiener Straflandesgericht geprüft werden soll.
Ein Jahr hinter Gittern
Seit dem 23. Januar sitzt Benko in Untersuchungshaft, zunächst in Wien, später in Innsbruck. Der Grund: Verdacht auf betrügerische Krida. In zwei Prozessen wurde er bereits nicht rechtskräftig verurteilt, zuletzt am 10. Dezember zu 15 Monaten bedingter Haft. Laut seinem Anwalt sei die Untersuchungshaft jedoch nicht mehr verhältnismäßig. „Herr Benko hat sich vorbildlich verhalten und kooperiert vollumfänglich mit den Behörden“, betonte Wess gegenüber der Presse.
Die Argumente der Staatsanwaltschaft
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sieht die Sache anders. Sie hält an der Untersuchungshaft fest und verweist auf die Gefahr weiterer Straftaten. Doch Benkos Verteidigung kontert: „Die finanziellen Verhältnisse meines Mandanten sind stabil, und es besteht keine Tatbegehungsgefahr“, so Wess. Zudem sei Benko ein unbescholtener österreichischer Staatsbürger, der in Österreich sozial integriert ist.
Entscheidung vor Weihnachten
Ob Benko tatsächlich die Feiertage in Freiheit verbringen darf, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Die nächste Haftprüfung ist für den 23. Dezember angesetzt.
Quellen: oe24.at, Bild, Die Presse, Puls24, MeinBezirk
Credits: APA
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