Rekordjahr für Sommerschule: 58.500 Teilnehmer im Osten Österreichs

Rekordjahr für Sommerschule: 58.500 Teilnehmer im Osten Österreichs

Mit einem Besuch in Wien-Ottakring hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) am Montag den Start der Sommerschule im Osten des Landes eingeläutet. Heuer nehmen so viele Schüler teil wie nie zuvor.

Neuer Teilnahmerekord

Rund 58.500 Schülerinnen und Schüler besuchen heuer die Sommerschule – ein neuer Höchstwert. Wiederkehr würdigte das Modell bei seinem Besuch an einer Volksschule als „Erfolgsgeschichte“. Der Rekord kommt dabei auch durch eine gesetzliche Neuerung zustande: Erstmals sind jene Schüler zur Teilnahme verpflichtet, die im vergangenen Sommersemester wegen Sprachdefiziten als außerordentlich geführt wurden oder Deutsch-Förderklassen besuchten.

Über 7.000 Lehrkräfte im Einsatz

Eine besondere Herausforderung war heuer die Personalsuche: Genügend Lehrpersonal für die gestiegene Teilnehmerzahl zu finden, sei aber gelungen, berichtete Wiederkehr erfreut. In den kommenden drei Wochen stehen mehr als 7.000 Lehrkräfte im Einsatz, darunter auch Studierende.

Lerndefizite abbauen und an den Schulalltag gewöhnen

Im Zentrum der Sommerschule steht der Abbau von Lerndefiziten sowie die Wiedereingewöhnung an den Schulalltag. Adolf Solly, Direktor jener Volksschule in der Julius-Meinl-Gasse, die Wiederkehr am Montagvormittag besuchte, berichtete, dass Sommerschul-Teilnehmer zu Schulbeginn ihren Mitschülern jeweils deutlich voraus seien. Auch Wiens Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs betonte, der Wiedereinstieg nach den langen Sommerferien falle Schülern grundsätzlich schwer – die Sommerschule biete eine gute Gelegenheit, sich rechtzeitig wieder auf den Schulalltag einzustimmen.

Wien als logistischer Schwerpunkt

Besonders gefordert ist bei der Organisation die Bundeshauptstadt: Fast 16.000 der teilnehmenden Schüler leben in Wien.

Von der Corona-Notmaßnahme zum Regelbetrieb

Ursprünglich wurde die Sommerschule während der Hochphase der Corona-Pandemie eingeführt, um durch Homeschooling entstandene Bildungsverluste auszugleichen. Mittlerweile hat sich daraus ein fixer jährlicher Regelbetrieb entwickelt. Er erstreckt sich über die letzten zwei Wochen vor Schulbeginn in der Ostregion, insgesamt also über drei Wochen – da der Unterricht in den übrigen Bundesländern jeweils eine Woche später startet.

„Wichtiges Instrument für Bildungsgerechtigkeit“

Für Wiederkehr steht der Nutzen der Sommerschule außer Frage. Sie sei ein wichtiges Instrument für Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen, so der Minister in einem Pressestatement. Im Anschluss an seinen offiziellen Auftritt nahm er sich noch Zeit für Gespräche mit Lehrenden und Schülern vor Ort.

Credits: BKA/Valentin Brauneis

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