Neue Daten von der Statistik Austria: Sie bestätigen eine klare Rezession – und die Statistiker liefern die aktuellen Zuwanderungs-Zahlen. So leben bereits 1,8 Millionen Nicht-Österreicher in unserem Land. Unter den Bundesländern verzeichnete auch dieses Jahr Wien den größten Wanderungsgewinn aus dem Ausland. Mit +19 883 Personen entfielen 40 % des Außenwanderungssaldos Österreichs 2024 auf die Bundeshauptstadt.
„Anfang 2025 lebten rund 9,2 Millionen Menschen in Österreich und damit 38 500 mehr als ein Jahr zuvor. Der Bevölkerungszuwachs ergab sich ausschließlich aus internationaler Zuwanderung, da 2024 insgesamt etwa 50 000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Österreich als ins Ausland wanderten. Die Geburtenbilanz hingegen fiel bereits das fünfte Jahr in Folge mit einem Minus von rund 11 000 Personen negativ aus und dämpfte das Bevölkerungswachstum“, berichtet aktuell Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.
In der Bundeshauptstadt Wien gab es 2024 mit +1,1 % das stärkste Bevölkerungswachstum, gefolgt von Vorarlberg (+0,4 %) an zweiter und Oberösterreich (+0,3 %) an dritter Stelle. In Salzburg, Niederösterreich, Tirol und der Steiermark stieg die Bevölkerungszahl um je 0,2 % an. Den geringsten Zuwachs gab es in Kärnten (+0,1 %), während es im Burgenland zu einem leichten Bevölkerungsrückgang (–0,1 %) kam.
Festzustellen war ein leichter Geburtenrückgang: 1,31 Kinder pro Frau – das ist ein neuer Tiefststand der Fertilität. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 77 238 Kinder geboren, um 0,5 % weniger als 2023. Damit erreichte die absolute Zahl der Lebendgeborenen den niedrigsten Wert seit 2009, als in Österreich 76 344 Babys zur Welt kamen. Die Gesamtfertilitätsrate lag 2024 mit 1,31 Kindern pro Frau etwas unter dem Vorjahreswert von 1,32 und erreicht damit einen neuen Tiefststand.
Die meisten Zuwanderer kamen 2024 aus Syrien: 10.415
Die Netto-Zuwanderung von Personen ohne österreichische Staatsangehörigkeit (+55 767) setzte sich 2024 zu knapp einem Drittel (32 %) aus Staatsangehörigen eines EU- oder EFTA-Staates bzw. Angehörigen des Vereinigten Königreiches und zu gut zwei Dritteln (68 %) aus anderen Drittstaatsangehörigen zusammen. Unter Angehörigen von EU- und EFTA-Staaten hatten Deutsche (+7 566), Ungarn (+4 359) und Kroaten (+1 601) die höchsten Salden. Bei Drittstaatsangehörigen waren es Menschen mit syrischer (+10 415), ukrainischer (+7 460) und chinesischer (+2 301) Nationalität.
Bereits 1,8 Millionen Nicht-Österreicher leben in unserem Land
Am 1. Jänner 2025 lebten insgesamt 1 855 419 Menschen mit nicht-österreichischer Nationalität in Österreich, um 54 553 mehr als am 1. Jänner 2024 (1 800 866 Menschen). Der Anteil ausländischer
Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg von 19,7 % zu Jahresbeginn 2024 auf 20,2 % zu Jahresbeginn 2025. Wien hat mit 36,4 % den höchsten Anteil nicht-österreichischer Staatsangehöriger,
gefolgt von Vorarlberg (20,9 %) und Salzburg (20,8 %). Den niedrigsten Anteil weist das Burgenland mit 11,5 % auf, davor liegen Niederösterreich mit 12,5 % und Kärnten mit 13,6 %.
Unter den Bundesländern verzeichnete auch dieses Jahr Wien den größten Wanderungsgewinn aus dem Ausland (siehe Tabelle 4). Mit +19 883 Personen entfielen 40 % des Außenwanderungssaldos Österreichs 2024 auf die Bundeshauptstadt. Oberösterreich lag mit +7 426 Personen (15 %) an zweiter Stelle, gefolgt von Niederösterreich mit +5 646 Personen (11 %). Am niedrigsten war die Netto-Zuwanderung aus dem Ausland im Burgenland (+493) und in Vorarlberg (+1 335).
Credit: Privat
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